Das Problem ist oft die Dosis, nicht Bewegung an sich
Tempo, Sprünge, Richtungswechsel und Wettkampfdichte belasten Sehnen anders als lockeres Training. Eine abrupte Steigerung kann die aktuelle Belastbarkeit überfordern.
Die Anamnese sucht deshalb nach Veränderungen in den Wochen vor Beschwerdebeginn und nicht nur nach einer vermeintlichen Fehlstellung.
Kraft aufbauen und Energie speichern lernen
Am Anfang können isometrische oder langsam kontrollierte Übungen verträglicher sein. Später folgen schwerere Kraft, federnde Belastung, Sprint und sportspezifische Aufgaben.
Nur eine Übung dauerhaft zu wiederholen reicht selten für die Rückkehr in schnellen Sport. Die Sehne muss wieder genau die Belastung tolerieren, die später auf sie zukommt.
Bildgebung beantwortet eine Frage, nicht den ganzen Verlauf
Ultraschall kann Sehnen dynamisch darstellen und Teilrisse, Verkalkungen oder Durchblutungshinweise zeigen. MRT ist bei bestimmten tiefen Strukturen und Operationsfragen hilfreich.
Auffällige Struktur und Schmerzstärke verlaufen jedoch nicht parallel. Verlauf und Funktion bleiben entscheidend.
Stoßwelle, PRP und andere Verfahren einordnen
Zusatzverfahren können bei ausgewählten Diagnosen erwogen werden. Ihre Evidenz unterscheidet sich zwischen Achillessehne, Patellasehne, Tennisellenbogen und Rotatorenmanschette.
Ein Zusatzverfahren sollte ein belastungsbasiertes Programm ergänzen und einen definierten Zweck haben – nicht nur Aktivität vortäuschen.
Quellen
Verwendete Quellen.
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