Operative Therapien

Schulter-TEP: Neue Lebensqualität Dank Schulterprothese in München

Schulter-tep: neue lebensqualität dank schulterprothese in münchen: Indikation, Verfahren, mögliche Alternativen, Risiken und Nachbehandlung…

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Meine Beurteilung

Beschwerden, Befund und Behandlungsziel.

Eine Operation empfehle ich erst, wenn Diagnose und Ziel konkret sind und der erwartbare funktionelle Nutzen mögliche Risiken und geeignete Alternativen überwiegt.

Orthopädie · Sportmedizin · Wissenschaft
Zur PersonAls ehemaliger Leistungssportler verbinde ich klinische Arbeit, Sportmedizin und Forschung.
PD Dr. med. Daniel P. BertholdPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt · Privatdozent · Sportorthopäde
100+ Publikationen · davon 90 PubMed-indexiert
Forschung und Ausbildung
Forschung und Publikationen
Anatomisches Schultermodell im Untersuchungsraum
Warte- und Gesprächsbereich im OrthoCenter München
Behandlungsschwerpunkt

Daniel Berthold behandelt Erkrankungen und Verletzungen an Schulter, Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk sowie sportorthopädische Fragestellungen.

Persönliche Schwerpunkte ansehen
StudienlageEine Operation benötigt eine konkrete Indikation

Der Nutzen hängt von einer konkreten Diagnose, einer sorgfältigen Indikation, möglichen Alternativen und strukturierter Rehabilitation ab.

OP und konservative Therapie bei ausgekugelten Schultern

Starke Schmerzen in der Schulter können die Betroffenen sehr belasten. Einfache alltägliche Bewegungen wie sich die Haare zu kämmen oder eine Jacke anzuziehen, können bereits schwierig sein – trotz Schmerzmittel.

Die gute Nachricht: Wenn konservative Behandlungen nicht mehr helfen, kann eine künstliche Schultergelenksprothese die Lebensqualität deutlich verbessern. Unsere Schulterspezialisten in München helfen Ihnen dabei.

Inhalt:

  • Wann ist ein künstliches Schultergelenk sinnvoll?
  • Der richtige Zeitpunkt
  • Welche Schulterprothese ist die richtige?
  • Ablauf
  • FAQ

Schulter-TEP: Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Schulter-TEP ersetzt laut Definition ein funktionsunfähiges Schultergelenk vollständig. Die Prothese hält oft 10 Jahre oder länger.
  • Häufig ist die Beweglichkeit auch mit künstlichem Schultergelenk sehr gut. Nur bei komplexen Frakturen oder ähnlichen Verletzungen ist sie nach der OP dauerhaft eingeschränkt.

Wann ist ein Künstliches Schultergelenk sinnvoll?

Eine Schulter-Totalendoprothese kommt nur dann zum Einsatz, wenn der Gelenkverschleiß so weit fortgeschritten ist, dass konservative Verfahren nicht mehr helfen. Dazu gehören Ruhigstellung, Medikamente, Physiotherapie und Bandagen. Sind alle Optionen ausgeschöpft oder von vornherein nicht erfolgsversprechend, ist eine OP angezeigt. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Häufige Indikationen für eine Schulter-TEP:

  • fortgeschrittene Arthrose (Omarthrose)
  • rheumatische Erkrankungen
  • Frakturen
  • Rotatorenmanschettenrisse mit Gelenkinstabilität

Wann ist der Richtige Zeitpunkt für eine Schulterprothese?

Der passende Zeitpunkt für eine Schulterprothese ist fallbezogen verschieden. Eine Indikation ist, dass die Lebensqualität bereits deutlich eingeschränkt ist.

Viele Patienten berichten von:

  • Schulterschmerzen in Ruhe und bei Bewegung
  • Schlafstörungen
  • Kraftverlust im Arm
  • eingeschränkter Beweglichkeit

Wenn diese Beschwerden über Monate bestehen und die Bildgebung (z. B. Röntgen, MRT) eine schwere Schädigung zeigt, kann eine OP eine Option sein.

Welche Schulterprothese ist die Richtige?

Die Wahl der richtigen Prothese hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Alter und Aktivitätsniveau
  • Zustand der Rotatorenmanschette
  • Knochenqualität

Grundsätzlich gibt es zwei Haupttypen:

  • Anatomische Schulterprothese: Die anatomische Schulter-TEP ahmt den natürlichen Aufbau des Schultergelenks nach. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Rotatorenmanschette intakt ist. Das ist besonders bei jüngeren Patienten oft der Fall. Sollte die Rotatorenmanschette zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr funktionieren, ist ein Teilwechsel der anatomischen Prothese möglich.
  • Inverse Schulterprothese: Bei der inversen Schulterprothese werden die Gelenkpartner „in umgekehrter Form“ eingesetzt, wodurch sich der Drehpunkt des Gelenks verschiebt. Diese inverse Prothese eignet sich vor allem, wenn die Rotatorenmanschette gerissen oder nicht mehr funktionstüchtig ist. Die Auswahl erfolgt immer nach gründlicher Untersuchung und Beratung. Sie erhalten in jedem Fall eine künstliche Pfanne und einen künstlichen Oberarmkopf, die geschädigte Areale ersetzen.

Wie läuft die Schulteroperation Ab?

Die Implantation einer Schulterprothese ist ein planbarer Eingriff. Das bedeutet für Sie mehr Flexibilität. Zu lange warten sollten Sie jedoch nicht, um Einschränkungen im Alltag zu verhindern.

Der Weg zu Ihrem neuen Schultergelenk:

1. Beratungstermin in meiner Sprechstunde in München:

Wir klären Ihre Beschwerden, untersuchen Sie gründlich, fertigen Röntgenbilder an oder nutzen das MRT und besprechen schließlich die Therapiemöglichkeiten mit Ihnen. Dabei nutzt PD Dr. Berthold neueste Forschungsergebnisse – darunter auch Studien, die er selbst veröffentlicht hat. Beispielsweise zeigte eine seiner Studien, dass bei Patienten mit massiven, irreparablen Rotatorenmanschettenrissen direkt eine Schulterendoprothese in Erwägung gezogen werden sollte statt einer Kapselrekonstruktion.

2. OP-Vorbereitung und Aufklärung:

In einem gesonderten Termin sprechen wir über den genauen Ablauf der Operation. Zudem erfolgt die Aufklärung durch den Anästhesisten. Blutuntersuchungen und EKG werden ebenfalls durchgeführt.

Ein hochauflösendes CT der Schulter hilft bei der exakten Planung. So bestimmen wir die Größe und Form der Prothese. Dank digitaler OP-Planung können wir die Prothese sehr fallbezogen anpassen.

3. Operationstag:

Der Eingriff beginnt mit einem kleinen Hautschnitt an der Vorderseite der Schulter, über den das Gelenk freigelegt wird. Anschließend entfernen wir die geschädigten Gelenkflächen sorgfältig. Danach werden die künstlichen Gelenkpartner exakt eingesetzt und im Knochen verankert. Um sicherzustellen, dass das neue Gelenk stabil und beweglich ist, erfolgt eine Funktionskontrolle direkt während der Operation. Abschließend wird die Wunde schichtweise wieder verschlossen.

Moderne OP-Techniken schonen das Gewebe und reduzieren den Blutverlust. Dennoch erhalten Sie einen Schmerzkatheter, damit Sie auch nach Abklingen der Narkose möglichst keine Schmerzen haben. Später auftretende Beschwerden sind oft gut mit Schmerzmitteln behandelbar. Eine Thromboseprophylaxe kann notwendig sein.

Die Schulter-TEP im Überblick:

  • Dauer: 1 – 2 Stunden
  • Betäubung: Vollnarkose
  • Krankenhausaufenthalt: 1 – 3 Tage
  • Schmerzkatheter: 2 – 3 Tage

4. Nachsorge:

Bereits am ersten Tag nach der operativen Behandlung beginnen Sie unter der Anleitung eines Physiotherapeuten mit sanften Bewegungsübungen. Sie erfahren auch, welche Bewegungen Sie möglichst vermeiden sollten. Aus der Klinik entlassen werden Sie dann, wenn die Schmerzen erträglich sind und die Wunde unauffällig ist.

  • Orthese: 2 – 4 Wochen
  • Krankschreibung: 2 – 6 Wochen bei Bürotätigkeiten, bis zu 3 Monate bei körperlich schwerer Arbeit
  • Schlinge während des Schlafes: 2 Wochen
  • Reha: nach 6 – 8 Wochen für 1 – 3 Wochen
  • Autofahren: nach 4 Wochen
  • Körperliche Belastung der Schulter: nach ca. 3 Monaten
  • Nachbehandlung insgesamt: 3 Monate

Eine der Studien, an denen PD Dr. Berthold beteiligt war, belegt: Patientinnen und Patienten, die nach der Operation sportlich aktiv blieben, zeigten signifikant bessere klinische Ergebnisse. Wohl dosierter Sport ist also zu empfehlen, solange die Schulter nicht überlastet wird!

5. Ergebnis:

Die meisten Patienten sind sehr zufrieden mit ihrer Schulter-TEP. Bei jüngeren Patienten gelingt es meist, die Beweglichkeit des Schultergelenks vollständig wiederherzustellen, so dass die Betroffenen wieder allen alltäglichen Aktivitäten nachgehen können. Bei über 70-Jährigen mit komplexen Brüchen und irreparabel geschädigten Arealen kann die Beweglichkeit nach der OP noch eingeschränkt sein. Hier ist das Ziel, Schmerzfreiheit zu gewährleisten und die Selbstständigkeit zu erhalten.

Eine frühzeitige Lockerung der Schulter-TEP ist insgesamt selten. Ältere Studiendaten zeigten, dass auch langfristig ein Großteil der Implantate stabil bleibt: So waren nach 10 Jahren noch rund 93 % der Schulterprothesen intakt, nach 20 Jahren immerhin noch etwa 83 %. Diese Ergebnisse basieren jedoch auf früheren Generationen von Implantaten. Dank kontinuierlicher Weiterentwicklung von Prothesendesigns und Operationstechniken dürfen heute sogar noch bessere Langzeitergebnisse erwartet werden.

Schulter-TEP in München: Warum zu uns?

Eine inverse oder anatomische Schulterprothese kann die Schmerzen deutlich lindern und Ihre Beweglichkeit langfristig verbessern. In unserer Praxis behandeln wir regelmäßig Patienten aus dem Ausland und Spitzensportler, die eine Schulterprothese benötigen.

Ihre Fragen rund um Ihr neues Schultergelenk

WAS IST EINE SCHULTER-TEP?

Eine Schulter-TEP ist ein künstliches Schultergelenk, das bei starkem Gelenkverschleiß eingesetzt wird. Die Totalendoprothese ersetzt das natürliche Gelenk vollständig, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen. Es gibt zwei Varianten: Die anatomische Schulterprothese orientiert sich laut Definition an der Anatomie, bei der inversen Schulterprothese sind die Gelenkpartner andersherum angeordnet.

WAS SIND VERBOTENE BEWEGUNGEN NACH EINER SCHULTER-TEP?

In der Heilungsphase gibt es bestimmte Bewegungen, die unbedingt vermieden werden sollten, um eine Ausrenkung (Luxation) oder Lockerung der Schulter-TEP zu verhindern.

Typisch verbotene Bewegungen sind:

  • starkes Abspreizen des Arms über 90° in Kombination mit einer Außenrotation
  • plötzliche ruckartige Bewegungen mit dem Arm über Kopf
  • hinter den Rücken greifen, z. B. um den BH-Verschluss zu erreichen
  • auf den operierten Arm stützen, z. B. beim Aufstehen

Wir erklären Ihnen genau, worauf zu achten ist und bis wann die Einschränkungen gelten.

WELCHE KOMPLIKATIONEN KÖNNEN AUFTRETEN?

Komplikationen sind nach einer Schulter-TEP selten. Infektionen oder eine gestörte Wundheilung treten in unter 2% der Fälle auf – häufiger bei Vorerkrankungen wie Diabetes oder Rheuma sowie bei Rauchern.

In der frühen Heilungsphase kann es vereinzelt zu einer Ausrenkung kommen. Daher ist es wichtig, alle ärztlichen Anweisungen genau zu befolgen. Das Gelenk lässt sich in der Regel unter Kurznarkose wieder einrenken.

Sehr selten (< 1 %) sind Thrombosen, Lungenembolien oder Knochenbrüche nahe der Prothese.

WIE BELASTBAR IST EIN KÜNSTLICHES SCHULTERGELENK?

Ein künstliches Schultergelenk ermöglicht im Alltag meist schmerzfreie Beweglichkeit. Schweres Heben oder Überkopfarbeiten sollten jedoch vermieden werden, da sie den Verschleiß der Schulterprothese vorantreiben können. Sportarten mit hohem Krafteinsatz sind nur eingeschränkt möglich, schonende Bewegung ist aber langfristig gut möglich.

WELCHER BEHINDERUNGSGRAD LIEGT BEI EINER SCHULTERPROTHESE VOR?

Nach der Implantation einer Schulterprothese kann in manchen Fällen ein Grad der Behinderung von 20 bis 50 festgestellt werden. Entscheidend sind Einschränkungen der Beweglichkeit, Schmerzen und die Auswirkungen der Beschwerden im täglichen Leben. Die genaue Einstufung erfolgt immer fallbezogen durch das Versorgungsamt. Der ICD-10-Code bei einer Schulter-TEP ist übrigens Z96.60.

WIE LANGE DAUERT DIE GENESUNG MIT EINEM NEUEN SCHULTERGELENK?

Sanfte Bewegungen sind bereits am Tag nach der Operation möglich. Aber die vollständige Heilung dauert mehrere Monate. Nach etwa 2 bis 6 Wochen können viele wieder arbeiten, nach 4 bis 6 Monaten ist die Schulter meist gut belastbar. Reha und Physiotherapie sind entscheidend, um Kraft und Muskelaufbau zu fördern.

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