Tennisellenbogen · Sehnenbelastbarkeit · München

Tennisellenbogen behandeln in München: Was hilft wirklich bei Schmerzen außen am Ellenbogen?

Ein Tennisellenbogen – medizinisch meist als laterale Ellenbogentendinopathie bezeichnet – verursacht Schmerzen am äußeren Ellenbogen, häufig beim Greifen, Heben oder Strecken des Handgelenks gegen Widerstand. Der Name führt etwas in die Irre: Nicht nur Tennis, sondern auch Padel, Klettern, Krafttraining, handwerkliche Arbeit oder wiederholte Computer- und Mausbelastung können Beschwerden auslösen.

Die gute Nachricht: Eine Operation ist nur selten der erste oder notwendige Schritt. Entscheidend ist, die Diagnose zu sichern, die auslösende Belastung zu verstehen und die Sehne wieder kontrolliert belastbar zu machen. Ergänzende Verfahren wie Stoßwellentherapie oder PRP können in ausgewählten Situationen diskutiert werden – sie ersetzen aber kein strukturiertes Belastungs- und Kraftprogramm.

Autor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am

Persönliche klinische Ellenbogenuntersuchung durch PD Dr. med. Daniel P. Berthold

Das Wichtigste in Kürze

Ursache, Sehnenfunktion und Belastungsziel bestimmen die Therapie.

  • Tennisellenbogen ist meist eine belastungsabhängige Tendinopathie der gemeinsamen Handgelenkstrecksehne am äußeren Ellenbogen – keine klassische „Entzündung“, die nur geschont werden muss.
  • Die Diagnose ist häufig klinisch möglich. Ultraschall oder MRT werden vor allem bei unklarer Diagnose, atypischem Verlauf, relevantem Funktionsverlust oder Verdacht auf strukturelle Begleitprobleme wichtig.
  • Die zentrale Therapie ist ein dosierter Belastungsaufbau mit progressiver Kräftigung von Handgelenkstreckern, Griffkraft und – je nach Befund – Schulter-/Rumpffunktion.
  • Stoßwelle und PRP werden häufig eingesetzt, die Evidenz ist aber nicht einheitlich. Sie sollten als mögliche Ergänzungen bei ausgewählten chronischen Verläufen und nicht als Ersatz für Rehabilitation verstanden werden.
  • Kortison kann kurzfristig Schmerzen reduzieren, wird für die Routinebehandlung chronischer lateraler Ellenbogentendinopathie aufgrund ungünstiger Langzeitdaten jedoch zurückhaltend bewertet.
  • Eine Operation ist eine Ausnahmeentscheidung. Vorher sollte die Diagnose überprüft werden, weil andere Ursachen wie Radialtunnelsyndrom, Instabilität oder intraartikuläre Pathologien ähnliche Beschwerden verursachen können.

Medizinisch unterscheiden

Der wirksame Weg folgt der Reizbarkeit und Belastbarkeit der Sehne.

01 · Belastung

24-Stunden-Reaktion nutzen

Die Reaktion bis zum nächsten Tag hilft, Training ausreichend fordernd und gleichzeitig verträglich zu dosieren.

02 · Aufbau

Kraft vor sportlicher Spitze

Handgelenkstrecker, Griffkraft, Pronation und Supination werden progressiv und später sport- oder berufsspezifisch belastet.

03 · Ergänzung

Stoßwelle und PRP einordnen

Zusatzverfahren können bei ausgewählten chronischen Verläufen sinnvoll sein und werden mit dem aktiven Aufbau verbunden.

Tennisellenbogen-Behandlungscheck

Belastungsaufbau optimieren, Zusatztherapie ergänzen oder Diagnose neu prüfen?

Schmerzort, Sehnenfunktion, Nachreaktion und bisherige Behandlung zeigen, welche Stufe noch fehlt. Der Check stellt keine Diagnose. Antworten werden weder gespeichert noch übertragen.

Frage 01 / 04
Welcher Befund wurde bisher genannt?

Kapitel 01

Kurz erklärt: Was ist ein Tennisellenbogen?

Ein Tennisellenbogen bezeichnet Schmerzen und Funktionsverlust im Bereich des gemeinsamen Strecksehnenansatzes am äußeren Ellenbogen. Häufig betroffen ist der Ursprung des Musculus extensor carpi radialis brevis (ECRB). Bei länger bestehenden Beschwerden stehen eher degenerative und belastungsabhängige Veränderungen des Sehnengewebes sowie eine veränderte Schmerzverarbeitung im Vordergrund als eine akute Entzündung. Deshalb sind die Begriffe „laterale Ellenbogentendinopathie“ oder „laterale Epikondylopathie“ meist präziser als „Epicondylitis“.

Kapitel 02

Welche Symptome sind typisch?

Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen direkt am äußeren Ellenbogen. Häufig ist der Sehnenansatz druckempfindlich, und Tätigkeiten mit Griffkraft oder aktiver Handgelenkstreckung provozieren Beschwerden.

  • Schmerzen beim Greifen, Händeschütteln oder Öffnen eines Schraubverschlusses
  • Schmerzen beim Heben einer Tasse, Tasche oder Pfanne
  • Beschwerden bei Tennis, Padel, Klettern, Golf oder Krafttraining
  • Kraftverlust oder schmerzhafte Griffkraft
  • Ausstrahlung in die Außenseite des Unterarms
  • Beschwerden nach längerer Maus- oder Tastaturarbeit
  • Anlaufschmerz oder Steifigkeit nach Ruhephasen
  • deutliche Reaktion nach wiederholter Belastung, teilweise erst Stunden später

Kapitel 03

Tennisellenbogen oder eine andere Ursache?

Nicht jeder Schmerz an der Außenseite des Ellenbogens kommt von der Strecksehne. Gerade bei lange anhaltenden oder ungewöhnlichen Beschwerden ist die Differenzialdiagnose wichtig. Eine Therapie kann nur funktionieren, wenn die Schmerzquelle korrekt eingeordnet wurde.

  • Radialtunnelsyndrom beziehungsweise Reizung des Radialis-/Posterior-interosseus-Komplexes
  • Instabilität des lateralen Bandapparates
  • Arthrose, Knorpelschaden oder freie Gelenkkörper
  • Plica oder andere intraartikuläre Reizursachen
  • Teilriss der gemeinsamen Strecksehne
  • Schmerzen aus Halswirbelsäule, Schulter oder Handgelenk
  • seltener entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Fraktur, Infektion oder Raumforderung

Taubheitsgefühle, deutliche motorische Schwäche, Ruheschmerz, ausgeprägte Schwellung, Fieber, Instabilitätsgefühl, ein akutes Trauma oder eine relevante Bewegungseinschränkung sprechen dafür, die Diagnose zeitnah ärztlich zu überprüfen.

Kapitel 04

Wie wird ein Tennisellenbogen diagnostiziert?

Die Diagnose wird in vielen Fällen klinisch gestellt. Entscheidend sind die genaue Schmerzanamnese, das Belastungsprofil und eine Untersuchung, die nicht nur den Ellenbogen, sondern bei Bedarf auch Unterarm, Handgelenk, Schulter und Halswirbelsäule einbezieht.

Klinische Untersuchung

  • Druckschmerz am lateralen Epicondylus und gemeinsamen Strecksehnenansatz
  • Schmerz bei Handgelenkstreckung gegen Widerstand (z. B. Cozen-Test)
  • Schmerz bei Belastung des Mittelfingerstreckers (Maudsley-Test) – mit Vorsicht zu interpretieren, da auch radiale Nervenstrukturen relevant sein können
  • Prüfung der schmerzfreien und maximalen Griffkraft
  • Beweglichkeit von Ellenbogen und Handgelenk
  • Bandstabilität und Gelenkfunktion
  • neurologische Untersuchung bei Verdacht auf Nervenbeteiligung
  • Untersuchung von Schulter und Halswirbelsäule bei entsprechender Symptomatik

Ultraschall und MRT: Wann braucht man Bildgebung?

Bei einem typischen klinischen Befund ist nicht automatisch ein MRT erforderlich. Bildgebung wird besonders wertvoll, wenn die Diagnose unsicher ist, die Beschwerden trotz strukturierter Therapie fortbestehen, ein höhergradiger Sehnenschaden vermutet wird oder eine interventionelle beziehungsweise operative Behandlung erwogen wird. Ein Ultraschall kann Sehnenstruktur, Verkalkungen, Teilrisse und gegebenenfalls Durchblutungsveränderungen dynamisch beurteilen. Das MRT liefert zusätzliche Informationen zu Sehne, Gelenk, Bandapparat, Knorpel und Knochen.

Wichtig: Ein auffälliger MRT- oder Ultraschallbefund allein entscheidet nicht über die Therapie. Strukturelle Veränderungen müssen zu Schmerzlokalisation, Funktionsverlust und Belastungsprofil passen.

Kapitel 05

Warum entsteht ein Tennisellenbogen?

Meist entsteht die Symptomatik nicht durch eine einzelne „falsche“ Bewegung, sondern durch ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Typisch ist eine Phase, in der die Beanspruchung schneller steigt, als sich Sehne und Muskulatur anpassen können.

  • Wiedereinstieg in Tennis oder Padel nach Pause
  • plötzliche Steigerung von Trainingsumfang oder Schlagintensität
  • neue Rückhandtechnik, andere Griffstärke oder veränderte Saitenspannung
  • intensiveres Krafttraining, Klettern oder Rudern
  • neue handwerkliche Tätigkeit oder vermehrte Arbeit mit vibrierenden Werkzeugen
  • lange statische Maus- oder Griffbelastung
  • wiederholtes Heben und Tragen mit ungünstiger Handgelenkposition
  • zu geringe Kraftausdauer von Unterarm, Schultergürtel oder Griffmuskulatur

Komplette Ruhe ist bei Tendinopathien selten die langfristige Lösung. Ziel ist, schmerzauslösende Spitzenbelastungen zunächst zu reduzieren und die Belastbarkeit anschließend gezielt wieder aufzubauen.

Kapitel 06

Wie behandelt man einen Tennisellenbogen ohne Operation?

Die konservative Behandlung ist die Grundlage. Sie sollte nicht aus einer zufälligen Abfolge passiver Maßnahmen bestehen, sondern aus einem Plan mit festgelegten Schritten mit Belastungssteuerung, progressivem Krafttraining und objektiver Verlaufskontrolle. Passive oder interventionelle Verfahren können ergänzen, wenn sie ein konkretes Problem adressieren oder den aktiven Aufbau erleichtern.

Der 4-Stufen-Plan zur Belastungssteuerung

Medizinische Vergleichstabelle
StufeZielTypische MaßnahmenWeiter, wenn …
1 – Reizbarkeit senkenAlltag wieder tolerierbar machenBelastungsspitzen reduzieren, isometrische Aktivierung, ergonomische AnpassungSchmerz und Nachreaktion kontrollierbar sind
2 – Kraft aufbauenSehne und Muskulatur wieder belastbar machenlangsame konzentrische/exzentrische Handgelenkstreckung, GriffkraftSteigerung ohne deutliche 24-h-Verschlechterung gelingt
3 – Ausdauer & HebelAlltags- und Arbeitsbelastung abbildenPronation/Supination, längere Haltezeiten, Tragen, komplexere Hebelwiederholte Belastung toleriert wird
4 – Return to Sport/WorkSpezifische Belastung sicher zurückführenSchlag-, Griff-, Werkzeug- und sportartspezifische ProgressionBelastung auch unter Ermüdung kontrolliert bleibt

Der Wechsel in die nächste Stufe richtet sich nicht nach einem festen Kalender. Entscheidend sind die Beschwerden während der Belastung, die Reaktion am Folgetag und die kontrollierte Funktion im jeweils nächsten Belastungsniveau. Bei einer deutlichen Verschlechterung wird die Dosis angepasst, nicht automatisch das gesamte Training beendet.

Die 24-Stunden-Regel: Woran erkenne ich, ob die Belastung passt?

Ein leichter, kontrollierbarer Schmerz während des Trainings kann bei Tendinopathien tolerierbar sein. Entscheidend ist die Reaktion danach. Wenn Schmerz, Steifigkeit oder Funktion am folgenden Tag deutlich schlechter sind als vor der Einheit, war die Belastung wahrscheinlich zu hoch. Bleibt die Reaktion stabil oder normalisiert sie sich rasch, kann die Belastung schrittweise gesteigert werden. Diese 24-Stunden-Regel ist kein starres Gesetz, aber eine praktische Orientierung für die Dosierung.

Kapitel 07

Welche Übungen helfen beim Tennisellenbogen?

Am besten untersucht sind progressive Widerstandsübungen. Die genaue Form – isometrisch, konzentrisch, exzentrisch oder schwer-langsam – ist weniger wichtig als eine regelmäßige, ausreichend dosierte und gut gesteigerte Belastung. Übungen sollten an die Reizbarkeit und das Funktionsziel angepasst werden.

Phase 1: Isometrische Handgelenkstreckung

Der Unterarm liegt auf, das Handgelenk bleibt leicht gestreckt. Mit der anderen Hand oder einem Band wird Widerstand aufgebaut, ohne dass sich das Handgelenk bewegt. Mehrere kontrollierte Haltephasen können bei hoher Reizbarkeit ein guter Einstieg sein. Entscheidend ist nicht eine bestimmte Sekundenangabe, sondern eine Belastung, die spürbar arbeitet, ohne die Beschwerden am Folgetag deutlich zu verschlechtern.

Phase 2: Langsame Handgelenkstreckung gegen Widerstand

Mit Hantel, Theraband oder Kabelzug wird das Handgelenk langsam angehoben und abgesenkt. Der Unterarm bleibt stabil. Widerstand und Wiederholungszahl werden schrittweise gesteigert. Exzentrische Programme sind gut untersucht; aktuelle Leitlinien und Reviews unterstützen vor allem die aktive, progressive Kräftigung als Kern der Rehabilitation.

Phase 3: Griffkraft, Pronation und Supination

  • Halten eines Gewichts mit neutralem Handgelenk
  • kontrolliertes Zusammendrücken eines weichen Balls oder Handtrainers
  • Pronation und Supination mit Hammer, Hantel oder Theraband
  • Tragen leichter bis moderater Gewichte mit verschiedenen Griffpositionen
  • progressive Übungen mit längerem Hebel, sobald die Grundkraft ausreichend ist

Phase 4: Sport- oder arbeitsbezogene Belastung

In der letzten Phase wird genau das trainiert, was später wieder funktionieren soll: längere Griffbelastung, Rückhand, Aufschlag, Klettern, Werkzeugführung, Vibration oder wiederholtes Heben. Der Übergang sollte funktionell und nicht nur nach Kalender entschieden werden.

Kapitel 08

Physiotherapie und manuelle Therapie

Physiotherapie ist besonders sinnvoll, wenn sie die aktive Belastungssteuerung strukturiert. Neben der Unterarmmuskulatur können Schulterblatt, Schulter, Halswirbelsäule und Handgelenk relevant sein. Manuelle Techniken können kurzfristig Schmerz und Griffkraft beeinflussen, sollten aber möglichst genutzt werden, um aktive Übungen und eine bessere Funktion zu ermöglichen – nicht als alleinige Dauertherapie.

  • progressive Kräftigung der Handgelenkstrecker
  • Griffkraft- und Kraftausdauertraining
  • Mobilisation von Ellenbogen und Handgelenk
  • Mobilisation-with-Movement-Techniken bei passender Reaktion
  • Schulterblatt- und Schultertraining
  • Ergonomie und Arbeitsanpassung
  • sportartspezifische Technik- und Belastungsanalyse

Kapitel 09

Bandage, Tennisellenbogen-Spange oder Tape: sinnvoll oder nicht?

Eine Counterforce-Spange oder Handgelenksorthese kann bei einzelnen Patienten kurzfristig Beschwerden reduzieren und bestimmte Tätigkeiten erleichtern. Die Wirkung ist individuell und sollte als symptomatische Unterstützung verstanden werden. Eine Bandage ersetzt nicht den Kraftaufbau. Sinnvoll ist sie vor allem, wenn sie eine belastende Tätigkeit vorübergehend besser möglich macht, ohne dadurch Überlastung zu kaschieren.

Kapitel 10

Stoßwellentherapie beim Tennisellenbogen: Wann kann sie sinnvoll sein?

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird vor allem bei länger bestehenden Tendinopathien eingesetzt. Die wissenschaftliche Einordnung ist jedoch nicht einheitlich. Die BESS-Leitlinie von 2023 sprach auf Basis der bis 2022 verfügbaren Evidenz eine starke Empfehlung gegen die routinemäßige Anwendung aus. Neuere systematische Reviews und Vergleiche aus 2024 bis 2026 berichten teilweise Vorteile gegenüber Ultraschall oder Injektionen, während eine aktuelle Übersichtsarbeit von 2026 die Gesamtevidenz weiterhin als nicht abschließend bewertet. Deshalb sollte ESWT nicht als „Pflichttherapie“, sondern als mögliche Ergänzung bei ausgewählten chronischen Verläufen verstanden werden.

Besonders diskutierbar ist ESWT, wenn die Diagnose gesichert ist, ein strukturiertes Trainingsprogramm bereits läuft, die Beschwerden seit Monaten bestehen und eine nichtoperative Zusatzoption gewünscht wird. Die Therapie sollte mit konkreten Zielkriterien – Schmerz, schmerzfreie Griffkraft, Belastbarkeit und Funktion – überprüft werden.

Kapitel 11

PRP / ACP beim Tennisellenbogen: Wie ist die Evidenz einzuordnen?

PRP (plättchenreiches Plasma) und ACP sind autologe Blutprodukte, die aus dem eigenen Blut gewonnen werden. Sie enthalten Thrombozyten und verschiedene Signalstoffe, die an Gewebeumbau- und Reparaturprozessen beteiligt sind. Beim Tennisellenbogen gehört PRP zu den am häufigsten untersuchten biologischen Verfahren – gleichzeitig ist die Studienlage widersprüchlich.

Ein Teil der Meta-Analysen zeigt gegenüber Kortikosteroidinjektionen günstigere längerfristige Ergebnisse. Dem steht eine 2026 im American Journal of Sports Medicine veröffentlichte Meta-Analyse placebo-kontrollierter randomisierter Studien gegenüber: In sechs RCTs mit 355 Patienten zeigte sich gegenüber Placebo zu den untersuchten Zeitpunkten kein signifikanter Vorteil bei Schmerz oder Funktion. Diese Diskrepanz ist wichtig: PRP kann in ausgewählten chronischen Fällen diskutiert werden, ist aber keine gesicherte Standardlösung und sollte nicht so dargestellt werden, als sei ein Effekt garantiert.

Eine vernünftige Indikation setzt deshalb voraus, dass die Diagnose passt, relevante Differentialdiagnosen ausgeschlossen sind, ein aktives Rehabilitationsprogramm durchgeführt wird und Nutzen, Kosten, Unsicherheit der Evidenz sowie Alternativen offen besprochen werden. Bei sonografisch nachweisbaren strukturellen Veränderungen kann eine bildgesteuerte Applikation technisch sinnvoll sein; daraus folgt jedoch nicht automatisch ein besseres klinisches Ergebnis.

Kapitel 12

Kortisoninjektion: schnelle Wirkung, aber nicht als Routine

Kortikosteroidinjektionen können kurzfristig Schmerzen lindern. Für den längerfristigen Verlauf ist die Bilanz jedoch ungünstiger: Rückfälle und schlechtere Langzeitergebnisse wurden in mehreren Studien beschrieben. Die BESS-Leitlinie empfiehlt Kortikosteroidinjektionen bei lateraler Ellenbogentendinopathie deshalb nicht als Routinebehandlung. Eine kurzfristige Schmerzlinderung sollte nicht mit einer geheilten Sehne verwechselt werden – insbesondere dann nicht, wenn unmittelbar wieder hohe Belastungen aufgenommen werden.

Kapitel 13

Elektrotherapie, therapeutischer Ultraschall und Magnetfeldtherapie

Physikalische Verfahren können bei einzelnen Patienten zur Schmerzmodulation oder als Ergänzung einer aktiven Rehabilitation eingesetzt werden. Für therapeutischen Ultraschall, Elektrotherapie und gepulste elektromagnetische Felder ist die Evidenz deutlich weniger robust als für Belastungssteuerung und progressive Übungen. Sie sollten deshalb nicht den Kern des Behandlungskonzepts bilden. Wenn sie eingesetzt werden, sollte ihr Nutzen daran gemessen werden, ob Bewegung, Training und Alltagsfunktion tatsächlich besser möglich werden.

Kapitel 14

Needling, perkutane Verfahren und weitere minimalinvasive Optionen

Bei chronischen therapieresistenten Verläufen werden Dry Needling, ultraschallgesteuerte Nadeltenotomie, perkutane Elektrolyse, ultraschallassistierte Tenotomie oder andere minimalinvasive Verfahren angeboten. Für einzelne Verfahren existieren positive Studien, die Evidenz ist jedoch unterschiedlich stark und oft nicht ausreichend, um eine generelle Empfehlung auszusprechen. Wichtig ist daher zuerst die Frage, ob tatsächlich die Strecksehne die Schmerzquelle ist und ob das Verfahren einen plausiblen Mehrwert gegenüber einer weiter optimierten Rehabilitation bietet.

Kapitel 15

Welche Therapie passt zu welchem Befund?

Medizinische Vergleichstabelle
SituationPrimärer FokusMögliche ErgänzungWichtig zu wissen
Frischer, typischer VerlaufBelastungsanpassung + aktiver AufbauBandage oder kurzfristige symptomatische EntlastungKeine automatische Bildgebung oder Injektion nötig
Hohe Reizbarkeitdosierte Aktivierung, Belastungsspitzen reduzierenmanuelle/physikalische Maßnahmen zur TrainingsfähigkeitKomplette Ruhigstellung vermeiden
Chronischer Verlauf über mehrere Monateprogressives Kraft- und AusdauerprogrammESWT oder PRP selektiv diskutierenEvidenz der Zusatzverfahren offen besprechen
Atypische Schmerzen / NervenverdachtDiagnose neu prüfengezielte Bildgebung oder neurologische AbklärungNicht jeder laterale Ellenbogenschmerz ist eine Tendinopathie
Relevanter struktureller Defekt oder Instabilitätspezialisierte BeurteilungMRT oder Ultraschall, gegebenenfalls operative AbwägungOperationsentscheidung nicht allein nach Bild treffen

Die Tabelle ist eine Orientierung für den nächsten Behandlungsschritt, keine starre Reihenfolge. Entscheidend ist, ob Schmerzort, klinische Untersuchung, Belastungsreaktion und gegebenenfalls Bildgebung dieselbe Ursache stützen. Erst daraus ergibt sich, ob der aktive Aufbau fortgeführt, sinnvoll ergänzt oder die Diagnose nochmals geprüft wird.

Kapitel 16

Muss ein Tennisellenbogen operiert werden?

Nein. Die große Mehrheit der Patienten benötigt keine Operation. Selbst bei lange bestehenden Beschwerden sollte vor einer Operation nochmals geprüft werden, ob die Diagnose stimmt, ob die Belastungssteuerung tatsächlich strukturiert durchgeführt wurde und ob eine andere Schmerzquelle vorliegt. Besonders wichtig ist die offene Aufklärung: Eine placebo-kontrollierte Studie konnte für die operative ECRB-Exzision keinen konkreten Zusatznutzen gegenüber einer Scheinoperation zeigen; auch die BESS-Leitlinie weist darauf hin, dass ein Nutzen gegenüber Placebo nicht belegt ist.

Eine operative Beurteilung kann trotzdem sinnvoll sein, wenn erhebliche Beschwerden und Funktionsverluste trotz konsequenter nichtoperativer Behandlung fortbestehen oder wenn ein anderer struktureller Befund – etwa ein größerer Sehnendefekt, relevante Instabilität oder intraartikuläre Pathologie – vorliegt. Dann geht es nicht um „Tennisellenbogen-OP ja oder nein“ im Allgemeinen, sondern um die konkrete Pathologie und das passende Verfahren.

Eher konservativ weiterbehandeln, wenn …

  • die Beschwerden belastungsabhängig und typisch sind
  • keine relevante Instabilität oder größere strukturelle Läsion vorliegt
  • die Griffkraft zwar schmerzhaft, aber funktionell trainierbar ist
  • ein strukturiertes progressives Trainingsprogramm noch nicht konsequent durchgeführt wurde
  • die Beschwerden auf Belastungssteuerung bereits reagieren

Spezialisierte operative Beurteilung prüfen, wenn …

  • die Beschwerden trotz langfristig strukturierter konservativer Therapie erheblich bleiben
  • ein höhergradiger Sehnendefekt oder eine andere strukturelle Pathologie vermutet wird
  • Instabilität oder intraartikuläre Beschwerden bestehen
  • die Diagnose vor einem Eingriff nochmals kritisch überprüft werden soll

Kapitel 17

Tennisellenbogen bei Tennis, Padel und anderen Schlägersportarten

Bei Schlägersportarten lohnt sich eine Analyse der tatsächlichen Belastung. Typische Verstärker können eine hohe Griffspannung, ein verspäteter Treffpunkt, ungeeignete Griffgröße, hohe Saitenspannung, abrupte Trainingssteigerung oder eine reduzierte Schulter-/Rumpfkontrolle sein. Ziel ist nicht automatisch eine komplette Sportpause, sondern eine belastbare Zwischenlösung: schmerzprovokative Spitzen reduzieren, Technik anpassen und parallel die Unterarm- und Griffkraft aufbauen.

Kapitel 18

Tennisellenbogen bei Büroarbeit und Handwerk

Auch Büro- und Handwerkstätigkeiten können die Strecksehnen belasten. Relevant sind insbesondere dauerhaft nach oben abgeknickte Handgelenke, hohe statische Mausspannung, repetitive Schraub- oder Greifbewegungen, Vibration und lange Haltephasen. Ergonomische Anpassungen wirken am besten, wenn sie nicht isoliert bleiben, sondern mit einem aktiven Belastungsaufbau kombiniert werden.

  • neutrale Handgelenkposition
  • passende Maus oder wechselnde Eingabegeräte
  • kurze Bewegungspausen
  • Werkzeuggriffe mit geeignetem Durchmesser
  • Vibrationsbelastung reduzieren, soweit möglich
  • Lasten körpernah und mit günstiger Griffposition bewegen
  • Arbeitsdauer stufenweise aufbauen

Kapitel 19

Return to Sport: Wann darf ich wieder voll trainieren?

Die Rückkehr zum Sport sollte nicht nur nach Wochen oder Monaten entschieden werden. Besser sind funktionelle Kriterien. Die Belastung ist eher bereit für den nächsten Schritt, wenn Alltag und Grundübungen toleriert werden, die schmerzfreie Griffkraft deutlich verbessert ist und sportartspezifische Belastungen keine relevante Verschlechterung am Folgetag auslösen.

  • nahezu freie Beweglichkeit von Ellenbogen und Handgelenk
  • schmerzarmes Greifen und Halten
  • deutlich verbesserte schmerzfreie Griffkraft im Seitenvergleich
  • kontrollierte Handgelenkstreckung gegen relevanten Widerstand
  • Pronation/Supination ohne deutliche Provokation
  • sportartspezifische Übungen in steigender Intensität tolerierbar
  • keine relevante 24-Stunden-Nachreaktion nach Trainingsbelastung
  • ausreichende Kraftausdauer für die geplante Trainingsdauer

Kapitel 20

Einschätzung aus der Praxis

„Beim Tennisellenbogen entscheidet nicht das auffälligste Wort im MRT und auch nicht die Anzahl der bereits ausprobierten Therapien. Entscheidend ist, ob Schmerzort, klinischer Befund, Sehnenfunktion und Belastungsprofil zusammenpassen. Erst dann lässt sich sinnvoll entscheiden, ob Training optimiert, eine Zusatztherapie ergänzt oder die Diagnose neu geprüft werden sollte.“

Kapitel 21

Tennisellenbogen in München abklären und behandeln lassen

Bei länger bestehenden Beschwerden, deutlichem Kraftverlust, sportlicher Einschränkung oder fehlender Besserung trotz Therapie kann eine spezialisierte orthopädische Untersuchung sinnvoll sein. Im Orthocenter München kann die Fragestellung aus konservativer, sportorthopädischer und – wenn notwendig – operativer Perspektive beurteilt werden. Je nach Befund gehören klinische Funktionsprüfung, Ultraschall beziehungsweise die gemeinsame Beurteilung vorhandener MRT-Bilder und ein strukturierter Therapieplan dazu.

Besonders sinnvoll ist eine Vorstellung, wenn unklar ist, ob wirklich eine Tendinopathie vorliegt, wenn bereits mehrere Behandlungen ohne nachhaltigen Effekt durchgeführt wurden oder wenn Stoßwelle, PRP, interventionelle Verfahren beziehungsweise eine Operation zur Diskussion stehen.

Kapitel 22

Häufige Fragen zum Tennisellenbogen

Wie lange dauert ein Tennisellenbogen?

Der Verlauf ist sehr unterschiedlich. Manche Beschwerden bessern sich innerhalb von Wochen, andere bleiben über Monate bestehen. Entscheidend ist weniger die reine Dauer als die Reizbarkeit, Belastung im Beruf oder Sport, Griffkraft, Begleitbeschwerden und ob ein passendes aktives Rehabilitationsprogramm durchgeführt wird. Auch länger bestehende Beschwerden können sich noch verbessern.

Welche Übung ist die beste?

Es gibt nicht die eine beste Übung. Wichtig ist ein progressives Kraftprogramm, das zur aktuellen Reizbarkeit passt. Isometrische Übungen können bei hoher Reizbarkeit ein Einstieg sein; später werden langsame konzentrische/exzentrische Übungen, Griffkraft, Pronation/Supination und sportartspezifische Belastungen aufgebaut.

Darf ich trotz Tennisellenbogen Sport machen?

Häufig ja – aber dosiert. Nicht jede schmerzhafte Bewegung muss vollständig vermieden werden. Sinnvoll ist, die provokative Belastung zunächst zu reduzieren und anschließend stufenweise aufzubauen. Eine deutliche Verschlechterung am Folgetag spricht dafür, dass die Belastung noch zu hoch war.

Ist Stoßwellentherapie beim Tennisellenbogen sinnvoll?

Sie kann bei ausgewählten chronischen Verläufen diskutiert werden, die Evidenz ist aber widersprüchlich. Die BESS-Leitlinie von 2023 empfiehlt ESWT nicht routinemäßig; neuere Reviews berichten teilweise positive Effekte, beurteilen die Gesamtevidenz aber weiterhin als heterogen. Deshalb sollte Stoßwelle als optionale Ergänzung zu einem aktiven Rehabilitationsprogramm verstanden werden.

Hilft PRP beim Tennisellenbogen?

PRP ist biologisch plausibel und wird häufig eingesetzt, die wissenschaftlichen Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich. Einige Vergleiche mit Kortison zeigen längerfristig günstigere Ergebnisse. Eine placebo-kontrollierte Meta-Analyse von 2026 fand dagegen keinen signifikanten Vorteil bei Schmerz oder Funktion. PRP ist daher eine mögliche individuelle Zusatzoption, aber keine garantierte oder obligate Therapie.

Sind Kortisonspritzen empfehlenswert?

Kortison kann kurzfristig Schmerzen reduzieren. Für den langfristigen Verlauf ist die Bilanz ungünstiger, und die BESS-Leitlinie empfiehlt Kortikosteroidinjektionen bei lateraler Ellenbogentendinopathie nicht als Routine. Eine kurzfristige Schmerzlinderung sollte nicht dazu führen, die Sehne sofort wieder maximal zu belasten.

Brauche ich ein MRT?

Nicht automatisch. Bei einem typischen klinischen Befund reicht häufig die Untersuchung. MRT oder Ultraschall werden besonders wichtig, wenn die Diagnose unklar ist, die Beschwerden ungewöhnlich verlaufen, ein größerer Sehnendefekt oder eine Instabilität vermutet wird oder eine interventionelle beziehungsweise operative Behandlung erwogen wird.

Kann ein Tennisellenbogen von alleine weggehen?

Ja. Die Erkrankung kann sich auch ohne invasive Behandlung bessern. Trotzdem kann ein strukturierter Therapieplan sinnvoll sein, wenn Beschwerden die Arbeit, den Alltag oder Sport deutlich einschränken oder über längere Zeit bestehen. Ziel ist dabei nicht nur Schmerzreduktion, sondern die Wiederherstellung der Belastbarkeit.

Wann sollte ich an eine andere Diagnose denken?

Wenn Schmerzen nicht am typischen Sehnenansatz liegen, neurologische Symptome auftreten, ein Instabilitätsgefühl besteht, das Gelenk blockiert oder schwillt, ein Trauma vorausging oder trotz gut durchgeführter Therapie keine plausible Veränderung eintritt, sollte die Diagnose neu geprüft werden.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Operation ist eine Ausnahme. Vorher sollten Diagnose, Belastungsprofil und konservative Therapie kritisch geprüft werden. Wenn erhebliche Beschwerden trotz langfristig strukturierter Behandlung fortbestehen oder eine andere strukturelle Pathologie vorliegt, kann eine spezialisierte operative Beurteilung sinnvoll sein. Patienten sollten wissen, dass ein konkreter Vorteil der klassischen Tennisellenbogen-Operation gegenüber Placebo nicht belegt ist.

Was hilft gegen Tennisellenbogen im Büro?

Eine neutrale Handgelenkposition, reduzierte statische Mausspannung, kurze Bewegungspausen, wechselnde Eingabegeräte und ein aktiver Aufbau der Unterarmkraft können helfen. Ergonomie allein reicht oft nicht, wenn die Belastbarkeit der Sehne nicht wieder aufgebaut wird.

Was ist der Unterschied zwischen Tennisellenbogen und Radialtunnelsyndrom?

Beide können Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens verursachen. Beim Tennisellenbogen liegt die maximale Druckempfindlichkeit typischerweise näher am lateralen Epicondylus. Beim Radialtunnelsyndrom liegt die Schmerzhaftigkeit häufig weiter distal im Verlauf des Nerven. Die klinische Abgrenzung kann schwierig sein und sollte bei therapieresistenten Beschwerden gezielt erfolgen.

Kapitel 23

Fazit: Tennisellenbogen systematisch statt zufällig behandeln

Beim Tennisellenbogen ist die wichtigste Therapie nicht die möglichst große Zahl an Verfahren, sondern eine saubere Diagnose und eine verständliche Belastungsstrategie. Progressive Übungen, Griffkraft und sport- beziehungsweise arbeitsbezogener Belastungsaufbau bilden die Basis. Stoßwelle, PRP, Bandagen oder physikalische Maßnahmen können bei ausgewählten Patienten ergänzen, sollten aber hinsichtlich Evidenz und Zielsetzung offen eingeordnet werden. Eine Operation ist selten und sollte erst nach kritischer Überprüfung der Diagnose und der konservativen Optionen diskutiert werden.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Untersuchung, Bildbesprechung oder Therapieentscheidung.

Evidenz

Wissenschaftliche Quellen – Kernliteratur

  1. Singh HP, Watts AC, et al. BESS patient care pathway: Tennis elbow. Shoulder & Elbow. 2023;15(4):348–359. DOI: 10.1177/17585732231170793. Quelle https://doi.org/10.1177/17585732231170793
  2. Lucado AM, et al. Lateral Elbow Pain and Muscle Function Impairments: Clinical Practice Guidelines. J Orthop Sports Phys Ther. 2022;52(12):CPG1–CPG111. DOI: 10.2519/jospt.2022.0302. Quelle https://doi.org/10.2519/jospt.2022.0302
  3. Karanasios S, et al. Exercise interventions in lateral elbow tendinopathy have better outcomes than passive interventions, but the effects are small. Br J Sports Med. 2021;55:477–485. Quelle https://doi.org/10.1136/bjsports-2020-102525
  4. Antunes Júnior CR, et al. Platelet-Rich Plasma Does Not Improve Pain or Function in Patients With Lateral Epicondylitis as Compared With Placebo: A Meta-analysis of Randomized Clinical Trials. Am J Sports Med. 2026;54(5):1247–1257. DOI: 10.1177/03635465251383039. Quelle https://doi.org/10.1177/03635465251383039
  5. Xu Y, et al. Platelet-Rich Plasma Has Better Results for Long-term Functional Improvement and Pain Relief for Lateral Epicondylitis: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials. Am J Sports Med. 2024;52(10):2646–2656. Quelle https://doi.org/10.1177/03635465231213087
  6. V. Amélie, V. Ella. Extracorporeal Shock Wave Therapy in Chronic Lateral Elbow Tendinopathy: A Systematic Review. Orthop J Sports Med. 2026;14. DOI: 10.1177/23259671261420423. Quelle https://doi.org/10.1177/23259671261420423
  7. Zhang L, et al. Extracorporeal Shock Wave Therapy Versus Local Corticosteroid Injection for Chronic Lateral Epicondylitis: Systematic Review and Meta-analysis. 2024. Quelle https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39198038/
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  9. Tang B, et al. Open and arthroscopic debridement for lateral epicondylitis: systematic review and meta-analysis. 2025. Quelle https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11938761/
  10. Yoon S, et al. The Beneficial Effects of Eccentric Exercise in the Management of Lateral Elbow Tendinopathy: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Clin Med. 2021;10:3968. Quelle https://doi.org/10.3390/jcm10173968
Daniel Berthold untersucht Beweglichkeit und Schmerzpunkt am Ellenbogen

Meine persönliche Einordnung

Entscheidungshilfe und Zweitmeinung: Was passt zu diesem Ellenbogen?

Originalbilder, Untersuchung, Sehnen- und Nervenfunktion, Verlauf sowie Ihr persönliches Alltags-, Berufs- oder Sportziel werden gemeinsam beurteilt.

Welche Behandlung kommt infrage?

01Konservativ aufbauen

Belastungssteuerung und progressiver Kraftaufbau bilden bei vielen Ellenbogenproblemen die Grundlage.

02Sinnvoll ergänzen

Stoßwelle, PRP beziehungsweise ACP, Hyaluronsäure oder weitere Verfahren können je nach Diagnose den aktiven Plan unterstützen.

03Operation gezielt prüfen

Ein Eingriff wird erwogen, wenn eine konkret behandelbare Struktur die relevante Einschränkung erklärt.

Fragen für das Arztgespräch.

  1. Ist die laterale Sehne wirklich die Hauptschmerzquelle?
  2. Wurden Radialtunnel, Instabilität und Gelenkursachen geprüft?
  3. War das Kraftprogramm progressiv und ausreichend lange?

Weitere Fragen.

  1. Wie reagiert der Ellenbogen innerhalb von 24 Stunden auf Belastung?
  2. Welche Rolle können Stoßwelle, PRP beziehungsweise ACP spielen?
  3. Welche Zielstruktur würde eine mögliche Operation behandeln?

Zum Termin mitbringen.

Mitbringen: Original-MRT-, Ultraschall- oder Röntgendaten, radiologischen Befund, frühere Aufnahmen und Operationsberichte sowie eine kurze Übersicht der bisherigen Behandlung.

Tennisellenbogen-Zweitmeinung
PD Dr. med. Daniel P. Berthold

Über den Autor

PD Dr. med. Daniel P. Berthold

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit klinischem und wissenschaftlichem Schwerpunkt Sportorthopädie und Sporttraumatologie. Konservative und operative Erfahrung, aktuelle Forschung sowie biologische Verfahren fließen in die persönliche Therapieentscheidung ein.

Sprechstunde in München

Bringen Sie Bilder, Befunde und den bisherigen Therapieverlauf mit.

Im Termin besprechen wir, ob Rehabilitation fortgesetzt, eine Zusatzbehandlung ergänzt oder eine Operation geprüft werden sollte.

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