Rehabilitation zuerst
Bei multidirektionaler Instabilität stehen aktive Zentrierung, Rotatorenmanschette und Schulterblattkontrolle im Vordergrund.
Schulterinstabilität · Labrum · Return to Sport
Eine Schulter, die wiederholt auskugelt, teilweise herausgleitet oder sich in bestimmten Positionen deutlich unsicher anfühlt, sollte nicht allein nach einem einzelnen MRT-Befund beurteilt werden. Entscheidend ist, welche Form der Instabilität vorliegt, welche Strukturen verletzt sind, wie groß ein möglicher Knochenverlust ist und welche Anforderungen Alltag und Sport an die Schulter stellen.
Eine Schulterinstabilität bedeutet nicht automatisch, dass operiert werden muss. Bei atraumatischer oder multidirektionaler Instabilität ist eine gezielte Rehabilitation häufig die wichtigste Behandlung. Nach einer traumatischen Luxation kann dagegen insbesondere bei jungen, sportlich aktiven Menschen ein deutlich erhöhtes Wiederholungsrisiko bestehen. Wiederholte Luxationen können Labrum, Kapsel und Knochen zusätzlich schädigen [1], [2].
In unserer Privatsprechstunde in München wird deshalb nicht nur gefragt, ob eine Operation möglich ist, sondern welche Behandlung für den konkreten Befund medizinisch sinnvoll ist.
Autor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze
Medizinisch unterscheiden
Bei multidirektionaler Instabilität stehen aktive Zentrierung, Rotatorenmanschette und Schulterblattkontrolle im Vordergrund.
Alter, Sport, Apprehension und Zahl der Ereignisse verändern die Abwägung nach einer Luxation.
Glenoidverlust und Hill-Sachs-Läsion entscheiden mit, ob Bankart, Remplissage oder ein Knochenblock plausibel ist.
Schulterinstabilitäts-Check
Der Check verbindet Instabilitätsereignis, strukturellen Befund, bisherige Rehabilitation und Belastungsziel. Der Check stellt keine Diagnose. Antworten werden weder gespeichert noch übertragen.
Kapitel 01
Eine Schulterinstabilität bedeutet, dass der Oberarmkopf nicht zuverlässig in der Gelenkpfanne zentriert bleibt. Das kann als vollständige Luxation, als Subluxation oder als ausgeprägtes Unsicherheits- beziehungsweise Apprehensionsgefühl auftreten.
Die Schulter ist besonders beweglich, weil die Gelenkpfanne im Verhältnis zum Oberarmkopf relativ flach ist. Die Stabilität entsteht daher nicht allein durch Knochen, sondern durch das Zusammenspiel von Labrum, Gelenkkapsel, Bändern, Rotatorenmanschette, Schulterblattmuskulatur und der knöchernen Form von Glenoid und Oberarmkopf [1], [2].
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Laxität und Instabilität: Eine sehr bewegliche Schulter kann vollkommen beschwerdefrei sein. Erst wenn Schmerzen, Unsicherheit, Apprehension, Subluxationen oder echte Luxationen auftreten, wird die erhöhte Beweglichkeit klinisch relevant [6].
Kapitel 02
Die häufigste relevante Form ist die traumatische Instabilität nach vorne. Der Oberarmkopf verlässt die Gelenkpfanne typischerweise nach ventral. Dabei können mehrere typische Verletzungen entstehen:
Wiederholte Luxationen können die ursprünglichen Schäden vergrößern und zusätzlichen Glenoidknochenverlust verursachen [2], [3].
Eine hintere Instabilität ist seltener und kann leichter übersehen werden. Beschwerden treten typischerweise bei nach hinten gerichteter Belastung, axialem Druck, Kontaktbelastung oder in bestimmten Wurf- und Kraftsportpositionen auf. Ursache können ein Trauma, wiederholte Mikrobelastungen oder eine Kombination aus strukturellen und funktionellen Faktoren sein [4], [5].
Bei einer multidirektionalen Instabilität bestehen symptomatische Instabilitätsprobleme in mindestens zwei Richtungen. Die Definition ist in der Literatur nicht vollständig einheitlich. Häufig spielen Kapsellaxität, generalisierte Überbeweglichkeit und eine unzureichende aktive Gelenkzentrierung zusammen [6].
Gerade bei MDI gilt: Eine bewegliche Schulter ist nicht automatisch krankhaft instabil. Die Behandlung richtet sich nach den tatsächlichen Symptomen und der funktionellen Kontrolle, nicht nach Beweglichkeit allein.
Hyperlaxität beschreibt eine erhöhte Gelenkbeweglichkeit. Sie kann völlig symptomlos sein. Klinisch relevant wird sie, wenn sie mit Schmerzen, Apprehension, Subluxationen, wiederholten Luxationen oder einem deutlichen Funktionsverlust verbunden ist [6], [14].
Kapitel 03
Typische Beschwerden sind je nach Instabilitätsform unterschiedlich. Häufig berichtet werden:
Isolierter Schulterschmerz ohne Instabilitätsgefühl oder Luxationsereignis beweist dagegen keine Instabilität. In solchen Fällen müssen andere Ursachen der Beschwerden mitbeurteilt werden.
Kapitel 04
Eine spezialisierte Beurteilung ist besonders sinnvoll:
Eine akute, noch ausgerenkte Schulter gehört zeitnah ärztlich beurteilt und fachgerecht reponiert. Begleitverletzungen von Knochen, Rotatorenmanschette, Nerven oder Gefäßen müssen ausgeschlossen werden [1], [3].
Kapitel 05
Bei Schulterinstabilität können zwei gegensätzliche Fehler entstehen: Nach einer ersten Luxation wird bei einem jungen Hochrisikopatienten zu lange abgewartet, obwohl erneute Ereignisse zusätzlichen strukturellen Schaden verursachen können. Umgekehrt kann eine Operation empfohlen werden, obwohl eine atraumatische oder multidirektionale Instabilität zunächst konsequent rehabilitiert werden sollte [7], [8].
Eine sorgfältige Zweitmeinung sollte deshalb folgende Punkte zusammenführen:
Die richtige Frage lautet daher nicht nur: „Operation ja oder nein?“
Sondern: „Welche Behandlung passt zu Richtung, Struktur, Risiko und Ziel dieser Schulter?“
Kapitel 06
Die Anamnese ist zentral. Wichtig ist, ob die Schulter vollständig ausgekugelt war, ob sie ärztlich eingerenkt werden musste oder ob nur eine Subluxation beziehungsweise ein Unsicherheitsgefühl bestand. Auch die Armposition beim Ereignis, der Unfallmechanismus, die Sportart und die Anzahl bisheriger Instabilitätsereignisse liefern entscheidende Hinweise.
Je nach vermuteter Instabilitätsrichtung werden unter anderem beurteilt:
Ein positiver Instabilitätstest allein entscheidet nicht über eine Operation. Klinischer Befund, Vorgeschichte, Belastungsprofil und Bildgebung müssen zusammenpassen [1], [3].
Kapitel 07
Röntgenaufnahmen dienen insbesondere dazu, knöcherne Begleitverletzungen, Frakturen und gröbere knöcherne Defekte zu erkennen. Nach einer akuten Luxation gehören geeignete Aufnahmen zur Basisdiagnostik [1], [3].
MRT beziehungsweise MR-Arthrographie beurteilen vor allem:
Die Originalbilder sind für eine Zweitmeinung häufig wichtiger als der schriftliche Befund allein, weil die therapeutische Bedeutung eines Befundes nur im Zusammenhang mit Lokalisation, Ausmaß und klinischer Situation beurteilt werden kann.
Bei wiederkehrender vorderer Instabilität oder Verdacht auf relevanten Glenoidknochenverlust kann eine dünnschichtige CT beziehungsweise 3-D-CT besonders wichtig sein. Sie ermöglicht eine präzisere Quantifizierung des knöchernen Defekts [3], [9].
Kapitel 08
Eine Bankart-Läsion ist eine Ablösung des vorderen unteren Labrums vom Glenoidrand. Sie ist ein typischer struktureller Befund nach traumatischer vorderer Luxation. Ob eine Bankart-Reparatur ausreicht, hängt jedoch nicht allein von der Labrumverletzung ab, sondern auch von Knochenverlust, Hill-Sachs-Läsion, Hyperlaxität und Belastungsprofil [2], [20].
Hier ist zusätzlich ein Anteil des vorderen Glenoidrandes knöchern verletzt oder verloren. Je größer der knöcherne Defekt, desto stärker verändert sich die Stabilitätsmechanik und desto eher muss eine knöcherne Rekonstruktion berücksichtigt werden.
Eine Hill-Sachs-Läsion ist eine Impressionsdelle am Oberarmkopf, die bei einer vorderen Luxation entstehen kann. Entscheidend ist nicht nur, ob sie vorhanden ist, sondern ob sie in Kombination mit dem Glenoiddefekt mechanisch relevant wird.
Bei einer HAGL-Läsion ist der untere glenohumerale Bandkomplex humerusseitig verletzt. Sie ist seltener als eine klassische Bankart-Läsion, kann aber eine wichtige Ursache persistierender Instabilität sein und sollte bei unklarer Diskrepanz zwischen Symptomen und scheinbar unauffälligem Labrum mitbedacht werden.
Kapitel 09
Kurzantwort: Das Glenoid-Track-Konzept beschreibt das Zusammenspiel zwischen Glenoidknochenverlust und Hill-Sachs-Defekt. Eine Off-track-Konstellation erhöht das Risiko, dass der Oberarmkopfdefekt am vorderen Pfannenrand einhakt und eine isolierte Bankart-Reparatur nicht ausreicht [10], [11].
Das ist klinisch relevant, weil bei einer Off-track-Läsion je nach Gesamtkonstellation zusätzlich eine Remplissage, ein Latarjet-Verfahren oder ein anderes Knochenblockverfahren erforderlich sein kann [10], [11].
Kapitel 10
Wiederholte Instabilitätsereignisse sind nicht nur unangenehm. Sie können die anatomische Ausgangslage verändern. In einer prospektiven Kohorte betrug der durchschnittliche Glenoidknochenverlust nach einem ersten Ereignis etwa 6,8 Prozent. Bei den wenigen Patienten mit bereits vorausgegangener Instabilität lag der kumulative Verlust nach einem weiteren Ereignis bei durchschnittlich etwa 22,8 Prozent; alle sechs untersuchten Schultern überschritten 20 Prozent [12].
Die Studie war klein und darf nicht pauschal auf jeden Patienten übertragen werden. Sie zeigt aber, warum bei rezidivierender Instabilität die Anzahl der Ereignisse und der Knochenverlust aktiv beurteilt werden sollten. Eine lange Verzögerung kann die operative Situation komplexer machen.
Kapitel 11
Ja. Eine strukturierte Rehabilitation ist bei vielen Formen der Schulterinstabilität sinnvoll und bei atraumatischer oder multidirektionaler Instabilität häufig die Therapie der ersten Wahl. Konservative Behandlung bedeutet dabei nicht bloß Schonung, sondern ein systematisches Training der dynamischen Gelenkstabilität [7], [8].
Nach einer akuten vorderen Luxation wird die Schulter zunächst zur Schmerz- und Symptomkontrolle geschützt. Eine lange Immobilisierung über mehrere Wochen reduziert das Wiederholungsrisiko nicht zuverlässig und kann Beweglichkeit und Muskelkontrolle beeinträchtigen [7].
Eine Immobilisierung in Außenrotation wurde in Studien untersucht und kann das Rezidivrisiko gegenüber Innenrotation moderat senken. Die praktische Umsetzung ist jedoch häufig unangenehm und die Compliance limitiert [13]. Für die Entscheidung über eine Operation sind Alter, Sportart, strukturelle Schäden und persönliches Rezidivrisiko deutlich wichtiger als die Ruhigstellungsposition allein.
Je nach Instabilitätsrichtung umfasst eine qualifizierte Rehabilitation:
Bei MDI stehen Bewegungssteuerung, Schulterblattkontrolle, Rotatorenmanschette und Ausdauer besonders im Vordergrund [7], [8].
Eher konservativ wird behandelt, wenn:
Bei MDI wird häufig ein mehrmonatiges Rehabilitationsprogramm empfohlen, bevor eine Operation erwogen wird [8].
Kapitel 12
Nein. Nicht jede Schulterinstabilität benötigt eine Operation. Eine Operation wird vor allem dann relevant, wenn das Wiederholungsrisiko hoch ist, strukturelle Schäden vorliegen oder eine qualifizierte Rehabilitation die Instabilität nicht ausreichend kontrollieren kann.
Kapitel 13
Bei jungen und aktiven Patienten kann eine frühe Stabilisation das Risiko weiterer Instabilitätsereignisse deutlich senken. Metaanalysen randomisierter Studien berichten nach arthroskopischer Bankart-Reparatur deutlich weniger Rezidive als nach alleiniger konservativer Behandlung [16], [17].
In einer randomisierten Studie mit Patienten unter 25 Jahren trat nach früher Bankart-Reparatur bei 10 Prozent eine erneute Instabilität auf, gegenüber 70 Prozent nach konservativer Behandlung [18]. Eine weitere randomisierte Multicenter-Studie berichtete nach zwei Jahren eine Rezidivrate von 2,3 Prozent nach arthroskopischer Stabilisation gegenüber 19,1 Prozent nach Immobilisierung in Außenrotation und Abduktion [19].
Diese Ergebnisse bedeuten nicht, dass jede erste Luxation operiert werden sollte. Sie zeigen vielmehr, dass Alter, Sport, Apprehension, Strukturverletzung und persönliches Rezidivrisiko nach dem ersten Ereignis aktiv in die Entscheidung einbezogen werden müssen.
Kapitel 14
Bei der Bankart-Reparatur werden Labrum und Kapsel am vorderen Glenoidrand refixiert. Sie passt vor allem zu einer traumatischen vorderen Instabilität mit:
Weniger geeignet ist eine isolierte Bankart-Reparatur bei deutlichem Knochenverlust, Off-track-Konstellation, ausgeprägter Hyperlaxität oder sehr hohem Kollisionsrisiko [2], [20].
Bei der Remplissage wird die hintere Kapsel zusammen mit Anteilen der Infraspinatussehne in die Hill-Sachs-Delle eingebracht. Dadurch soll verhindert werden, dass der Defekt am vorderen Glenoidrand einhakt.
Bei Off-track-Hill-Sachs-Läsionen mit geringem oder subkritischem Glenoidverlust kann die zusätzliche Remplissage die Rezidivrate gegenüber einer isolierten Bankart-Reparatur senken [21], [22].
Bei Überkopfsportlern muss die mögliche Einschränkung der Außenrotation besonders sorgfältig gegen den Stabilitätsgewinn abgewogen werden.
Beim Latarjet-Verfahren wird der Rabenschnabelfortsatz mit den ansetzenden Sehnen an den vorderen Glenoidrand versetzt. Dadurch entstehen:
1. eine knöcherne Erweiterung der Gelenkpfanne,
2. ein dynamischer Sling-Effekt,
3. eine zusätzliche Kapselstabilisierung.
Das Verfahren wird insbesondere bei relevantem Glenoidknochenverlust, wiederkehrender Instabilität, bestimmten Off-track-Konstellationen, hohem Kollisionsrisiko oder nach fehlgeschlagener Weichteilstabilisation diskutiert [2], [11].
Der Vorteil einer hohen Stabilität muss gegen verfahrensspezifische Risiken wie Nervenverletzung, Fehlpositionierung, ausbleibende knöcherne Heilung, Hardwareprobleme und mögliche spätere Arthropathie abgewogen werden.
Bei großen oder komplexen Glenoiddefekten, Revisionen oder Situationen, in denen ein Korakoidtransfer den Defekt nicht ausreichend rekonstruiert, kann ein freier Knochenblock infrage kommen. Dazu zählen beispielsweise Eden-Hybinette-ähnliche Rekonstruktionen.
Diese Eingriffe sind technisch anspruchsvoll und werden eher bei komplexen Defekten oder Revisionen eingesetzt [11].
Bei MDI sollte eine Operation in der Regel erst nach ausreichend langer, qualifizierter Rehabilitation erwogen werden. Wenn trotz konsequentem Training relevante Beschwerden und Instabilität fortbestehen, können arthroskopische Kapselshift- oder Plicaturverfahren diskutiert werden [8].
Eine Operation ist weniger erfolgversprechend, wenn die Diagnose unklar ist, Bewegungsmuster nicht zuvor korrigiert wurden oder lediglich eine erhöhte Beweglichkeit ohne echte Symptome vorliegt.
Kapitel 15
Keines der beiden Verfahren ist grundsätzlich „besser“. Es handelt sich um unterschiedliche Operationen für unterschiedliche anatomische und funktionelle Ausgangslagen.
In einer vergleichenden Studie bei Sportlern mit wiederkehrender Instabilität lag die Rezidivrate nach Latarjet niedriger als nach Bankart-Reparatur. Die Latarjet-Gruppe hatte jedoch bereits präoperativ deutlich mehr Glenoidknochenverlust und Off-track-Läsionen [23].
Die richtige Schlussfolgerung lautet daher nicht „Latarjet ist immer überlegen“, sondern: Die Operation muss zum Knochen- und Weichteilbefund passen.
Kapitel 16
Nach Bankart-, Remplissage- oder Latarjet-Operation folgt eine schrittweise Rehabilitation. Typische Phasen umfassen:
Der Zeitablauf ist wichtig, reicht für eine Sportfreigabe aber nicht aus.
Kapitel 17
Return to Sport sollte möglichst kriteriums- und nicht nur zeitbasiert entschieden werden. Eine systematische Beurteilung sollte Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Schulterblattkontrolle, sportartspezifische Tests und psychologische Sicherheit berücksichtigen [24]–[26].
Sinnvolle Kriterien sind:
In einer retrospektiven Untersuchung war eine kriteriumsbasierte Return-to-Sport-Testung nach arthroskopischer Bankart-Reparatur mit einer niedrigeren Rezidivrate verbunden als eine rein zeitbasierte Freigabe [25]. Diese Daten sind interessant, lassen sich aber nicht automatisch auf alle Operationsverfahren und Sportarten übertragen.
Für sportlich aktive Patienten sollten drei Ebenen unterschieden werden:
Gerade bei Kontakt-, Wurf- und Überkopfsport sollte die letzte Stufe nicht allein vom Kalender abhängen.
Kapitel 18
PRP wird bei verschiedenen Sehnen- und Gelenkerkrankungen der Schulter untersucht. Für eine wiederkehrende glenohumerale Instabilität gibt es jedoch keine belastbare Evidenz, dass eine PRP-Injektion eine mechanisch notwendige Stabilisationsoperation ersetzen kann [27]–[30].
Wenn zusätzlich eine Sehnen- oder Knorpelproblematik besteht, kann PRP in ausgewählten Fällen als ergänzende biologische Maßnahme diskutiert werden. Das Behandlungsziel wäre dann Symptomkontrolle beziehungsweise Unterstützung biologischer Heilungsprozesse – nicht die sichere Refixation eines abgerissenen Labrums oder die Rekonstruktion eines Knochenverlustes.
Hyaluronsäure wird eher bei arthrotischen beziehungsweise schmerzhaften Gelenkproblemen eingesetzt. Sie ist keine etablierte Stabilisationsbehandlung bei traumatischer Schulterinstabilität. Eine mögliche Schmerzreduktion bedeutet nicht automatisch, dass die Schulter mechanisch stabiler geworden ist.
Adipöse Zellprodukte, Knochenmarkaspirat und mesenchymale Stromazellen werden in der Schulterforschung untersucht. Viele Studien beziehen sich jedoch auf Rotatorenmanschette, Knorpel oder Arthrose und nicht auf die mechanische Rezidivinstabilität nach traumatischer Luxation [27], [31].
Vor einer solchen Behandlung sollten deshalb fünf Fragen beantwortet werden:
1. Welche Struktur soll konkret behandelt werden?
2. Gibt es klinische Daten zu genau dieser Instabilitätsform?
3. Soll das Verfahren eine Operation ersetzen oder eine andere Behandlung ergänzen?
4. Wie werden Erfolg, Apprehension, Rezidiv und Return to Sport gemessen?
5. Welche Alternativen, Kosten und Entnahmerisiken bestehen?
Einordnung: Orthobiologische Verfahren können bei Begleitpathologien sinnvoll diskutiert werden, sind derzeit aber keine gleichwertige Standardalternative zu einer indizierten Stabilisationsoperation oder zu einer qualifizierten Rehabilitation.
Kapitel 19
| Behandlung | Typische Situation | Möglicher Vorteil | Wichtige Grenze |
|---|---|---|---|
| Strukturierte Rehabilitation | MDI, atraumatische oder niedrig riskante Instabilität | Verbesserung von Kontrolle, Kraft und Belastbarkeit | Reicht bei relevantem Knochenverlust oder hochriskanter mechanischer Läsion nicht zuverlässig aus |
| Bankart-Reparatur | Traumatische vordere Instabilität, wenig Knochenverlust, On-track | Anatomische Labrum-Kapsel-Rekonstruktion | Höheres Rezidivrisiko bei falscher Indikation |
| Bankart + Remplissage | Off-track-Hill-Sachs bei geringem/subkritischem Glenoidverlust | Zusätzliche Sicherung gegen Engagement | Außenrotation bei Überkopfsport sorgfältig berücksichtigen |
| Latarjet | Relevanter Glenoidverlust, hohes Risiko, Rezidive, Revision | Knöcherne und dynamische Stabilisierung | Invasiver und mit spezifischen Komplikationen verbunden |
| Freier Knochenblock | Große Defekte oder komplexe Revision | Individuelle knöcherne Rekonstruktion | Technisch anspruchsvoll |
| PRP / Hyaluronsäure | Begleitende Sehnen-, Knorpel- oder Schmerzproblematik | Potenzielle Symptomkontrolle | Keine gesicherte mechanische Stabilisierung |
| Zell-/Microfat-Verfahren | Ausgewählte ergänzende oder studiennahe Anwendung | Biologisch interessantes Potenzial | Keine etablierte Standardtherapie der Instabilität |
Kapitel 20
Bei Schulterinstabilität entscheidet nicht allein das MRT und auch nicht allein die Anzahl der Luxationen. Entscheidend ist, ob Unfallmechanismus, klinische Apprehension, Sportbelastung, Labrum-Kapsel-Schaden und Knochenverlust zusammenpassen. Erst daraus ergibt sich, ob Rehabilitation, Bankart, Remplissage, Latarjet oder ein anderes Verfahren medizinisch sinnvoll ist.
Gerade bei sportlich aktiven Patienten ist die Operationswahl eng mit der späteren Belastung verknüpft. Eine stabile Schulter mit unnötigem Beweglichkeitsverlust kann für einen Überkopfsportler ebenso problematisch sein wie eine zu zurückhaltende Stabilisation bei einem Kollisionssportler.
Kapitel 21
Eine Zweitmeinung ist besonders hilfreich, wenn bereits eine Operation empfohlen wurde, die Schulter wiederholt luxiert, der Knochenverlust unklar ist oder die Rückkehr in anspruchsvollen Sport geplant wird.
Für eine möglichst aussagekräftige Beurteilung sind hilfreich:
Im Mittelpunkt steht nicht die Bestätigung oder Ablehnung einer bereits ausgesprochenen Empfehlung, sondern eine verständliche Beantwortung der Fragen:
Kapitel 22
Nein. Eine erste Luxation ist keine automatische Operationsindikation. Bei jungen, sportlich aktiven Patienten mit struktureller Läsion und hohem Rezidivrisiko kann eine frühe Stabilisation jedoch sinnvoll sein. Bei geringerem Risiko ist eine strukturierte konservative Behandlung vertretbar. Entscheidend sind Alter, Sportart, Apprehension, Labrumverletzung, Knochenverlust und individuelle Ziele [15]–[19].
Das Risiko ist individuell sehr unterschiedlich. Jüngeres Alter, Kontakt- oder Kollisionssport, wiederholte Ereignisse, strukturelle Läsionen, Hyperlaxität und Knochenverlust können das Wiederholungsrisiko erhöhen. Eine pauschale Prozentzahl ist deshalb für den einzelnen Patienten wenig hilfreich.
Eine Bankart-Läsion ist die Ablösung des vorderen unteren Labrums vom Glenoidrand. Sie entsteht häufig bei einer traumatischen vorderen Schulterluxation. Ob sie operiert werden sollte, hängt nicht allein von ihrer Existenz ab, sondern von Symptomen, Instabilitätsrisiko, Knochenverlust und sportlicher Belastung.
Eine Hill-Sachs-Läsion ist ein Impressionsdefekt am Oberarmkopf nach vorderer Luxation. Ihre Bedeutung hängt davon ab, wie sie mit dem Glenoidknochenverlust zusammenspielt. Das Glenoid-Track-Konzept beschreibt diese Beziehung und unterscheidet On-track- von Off-track-Läsionen [10], [11].
Off-track bedeutet, dass die Hill-Sachs-Läsion außerhalb der stabilen Kontaktzone zwischen Oberarmkopf und Glenoid liegt und bei Bewegung am vorderen Pfannenrand einhaken kann. Dadurch steigt das Risiko einer erneuten Instabilität und eine isolierte Bankart-Reparatur kann unzureichend sein.
Die Bankart-Reparatur rekonstruiert vor allem Labrum und Kapsel. Das Latarjet-Verfahren ergänzt die vordere Gelenkpfanne knöchern und erzeugt zusätzlich einen dynamischen Stabilisierungseffekt. Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt vor allem von Knochenverlust, Hill-Sachs-Konstellation, Sport und Rezidivrisiko ab.
Ja, insbesondere bei atraumatischer oder multidirektionaler Instabilität ist eine gezielte Rehabilitation häufig die wichtigste Behandlung. Sie sollte Schulterblattkontrolle, Rotatorenmanschette, Propriozeption, Kraftausdauer und sportartspezifische Stabilität systematisch aufbauen [7], [8].
Es gibt keine sinnvolle Pauschalzeit für alle Patienten. Bei MDI kann ein mehrmonatiges Training notwendig sein. Nach einer Stabilisationsoperation richtet sich der Belastungsaufbau nach Operationsverfahren, Heilungsverlauf, Beweglichkeit, Kraft und sportartspezifischer Funktion. Die Sportfreigabe sollte möglichst kriteriumsorientiert erfolgen.
Die Rückkehr hängt von Instabilitätsform, Behandlung und Sportart ab. Vor der Freigabe sollten ausreichende Beweglichkeit, Innen- und Außenrotationskraft, Rotatorenmanschettenausdauer, Schulterblattkontrolle, sportartspezifische Tests und psychologische Sicherheit vorhanden sein [24]–[26].
Nicht jeder Patient benötigt eine CT. Bei wiederholter vorderer Instabilität, Verdacht auf Glenoidknochenverlust oder vor einer knöchernen Rekonstruktion kann eine dünnschichtige CT beziehungsweise 3-D-CT jedoch für die Operationsplanung entscheidend sein [3], [9].
Für eine mechanisch relevante Bankart-Läsion oder wiederkehrende Schulterinstabilität gibt es keine belastbare Evidenz, dass eine PRP-Injektion eine notwendige Stabilisationsoperation ersetzen kann. PRP kann bei ausgewählten Begleitpathologien diskutiert werden, sollte aber nicht als Ersatz für eine mechanisch notwendige Rekonstruktion dargestellt werden [27]–[30].
Nein. Das Latarjet-Verfahren wird häufig gerade bei höherem Risiko oder größerem Knochenverlust eingesetzt. Bankart und Latarjet behandeln unterschiedliche Ausgangslagen. Entscheidend ist, welches Verfahren zur individuellen Anatomie und Belastung passt [2], [11], [23].
Evidenz
[1] S. E. Marcaccio, J. Kaarre, F. Steuer, Z. Herman, and A. Lin, “Anterior Glenohumeral Instability: Clinical Anatomy, Clinical Evaluation, Imaging, Nonoperative and Operative Management, and Postoperative Rehabilitation.” The Journal of bone and joint surgery. American volume, vol. 107 1, pp. 81–92, Nov. 2024, doi: 10.2106/jbjs.24.00340.
[2] S. Bauer, P. Collin, M. Zumstein, L. Neyton, and W. Blakeney, “Current concepts in chronic traumatic anterior shoulder instability,” EFORT Open Reviews, vol. 8, pp. 468–481, Jun. 2023, doi: 10.1530/EOR-22-0084.
[3] M. Provencher, K. Midtgaard, B. Owens, and J. Tokish, “Diagnosis and Management of Traumatic Anterior Shoulder Instability.” The Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons, Dec. 2020, doi: 10.5435/JAAOS-D-20-00202.
[4] R. Frank, A. Romeo, and M. Provencher, “Posterior Glenohumeral Instability: Evidence-based Treatment.” The Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons, vol. 25 9, pp. 610–623, Sep. 2017, doi: 10.5435/JAAOS-D-15-00631.
[5] A. J. Sheean, J. Arner, and J. Bradley, “Posterior Glenohumeral Instability: Diagnosis and Management.” Arthroscopy : the journal of arthroscopic & related surgery : official publication of the Arthroscopy Association of North America and the International Arthroscopy Association, May 2020, doi: 10.1016/j.arthro.2020.05.018.
[6] V. Housset, S. Ho, A. Lädermann, S. K. A. Phua, S. J. Hui, and G. Nourissat, “Multidirectional instability of the shoulder: a systematic review with a novel classification,” EFORT Open Reviews, vol. 9, pp. 285–296, Apr. 2024, doi: 10.1530/EOR-23-0029.
[7] M. Olds and T. Uhl, “Current Clinical Concepts: Nonoperative Management of Shoulder Instability.” Journal of athletic training, Jun. 2023, doi: 10.4085/1062-6050-0468.22.
[8] L. Watson, T. Pizzari, S. Balster, R. Lenssen, and S. Warby, “Advances in the Non-Operative Management of Multidirectional Instability of the Glenohumeral Joint,” Journal of Clinical Medicine, vol. 11, Aug. 2022, doi: 10.3390/jcm11175140.
[9] W. R. Walter, M. M. Samim, F. LaPolla, and S. Gyftopoulos, “Imaging Quantification of Glenoid Bone Loss in Patients With Glenohumeral Instability: A Systematic Review.” AJR. American journal of roentgenology, pp. 1–10, Mar. 2019, doi: 10.2214/AJR.18.20504.
[10] J. S. Shaha, J. B. Cook, D. Rowles, C. Bottoni, S. Shaha, and J. Tokish, “Clinical Validation of the Glenoid Track Concept in Anterior Glenohumeral Instability.” The Journal of bone and joint surgery. American volume, vol. 98 22, pp. 1918–1923, Nov. 2016, doi: 10.2106/JBJS.15.01099.
[11] E. Calvo and C. Delgado, “Management of off-track Hill-Sachs lesions in anterior glenohumeral instability,” Journal of Experimental Orthopaedics, vol. 10, Mar. 2023, doi: 10.1186/s40634-023-00588-x.
[12] J. Dickens et al., “Prospective Evaluation of Glenoid Bone Loss After First-time and Recurrent Anterior Glenohumeral Instability Events,” The American Journal of Sports Medicine, vol. 47, pp. 1082–1089, Jul. 2018, doi: 10.1177/0363546519831286.
[13] E. Hurley, J. W. Fried, M. J. Alaia, E. Strauss, L. Jazrawi, and B. A. Matache, “Immobilisation in external rotation after first-time traumatic anterior shoulder instability reduces recurrent instability: a meta-analysis,” Journal of ISAKOS, vol. 6, pp. 22–27, Dec. 2020, doi: 10.1136/jisakos-2020-000511.
[14] S. Johnson and C. Robinson, “Shoulder instability in patients with joint hyperlaxity.” The Journal of bone and joint surgery. American volume, vol. 92 6, pp. 1545–57, Jun. 2010, doi: 10.2106/JBJS.H.00078.
[15] J. Tokish et al., “Decision Making in Treatment after a First Time Anterior Glenohumeral Dislocation-A Delphi Approach by the Neer Circle of the American Shoulder and Elbow Surgeons.” Journal of shoulder and elbow surgery, Aug. 2020, doi: 10.1016/j.jse.2020.08.011.
[16] N. Alkhatib, A. Abdullah, M. AlNouri, O. Z. A. Alzobi, E. Alkaramany, and Y. Ishibashi, “Short and Long-Term Outcomes in Bankart Repair Versus Conservative Treatment for First-Time Anterior Shoulder Dislocation: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials.” Journal of shoulder and elbow surgery, Apr. 2022, doi: 10.1016/j.jse.2022.02.032.
[17] J. W. Belk et al., “Shoulder Stabilization Versus Immobilization for First-Time Anterior Shoulder Dislocation: A Systematic Review and Meta-analysis of Level 1 Randomized Controlled Trials,” The American Journal of Sports Medicine, vol. 51, pp. 1634–1643, Feb. 2022, doi: 10.1177/03635465211065403.
[18] C. Pougès et al., “Arthroscopic Bankart Repair Versus Immobilization for First Episode of Anterior Shoulder Dislocation Before the Age of 25: A Randomized Controlled Trial,” The American Journal of Sports Medicine, vol. 49, pp. 1166–1174, Mar. 2021, doi: 10.1177/0363546521996381.
[19] M. Minkus et al., “Immobilization in External Rotation and Abduction Versus Arthroscopic Stabilization After First-Time Anterior Shoulder Dislocation: A Multicenter Randomized Controlled Trial,” The American Journal of Sports Medicine, vol. 49, pp. 857–865, Feb. 2021, doi: 10.1177/0363546520987823.
[20] B. J. Levy, N. L. Grimm, and R. Arciero, “When to Abandon the Arthroscopic Bankart Repair: A Systematic Review,” Sports Health: A Multidisciplinary Approach, vol. 12, pp. 425–430, Jul. 2020, doi: 10.1177/1941738120940676.
[21] E. Hurley et al., “Remplissage for Anterior Shoulder Instability with Hill-Sachs Lesions - A Systematic Review & Meta-Analysis.” Journal of shoulder and elbow surgery, Jul. 2020, doi: 10.1016/j.jse.2020.06.021.
[22] J. B. Villarreal-Espinosa, J. Kay, and A. J. Ramappa, “Arthroscopic Bankart with remplissage results in lower rates of recurrent instability with similar range of motion compared to isolated arthroscopic Bankart for anterior glenohumeral instability: A systematic review and meta-analysis.” Knee surgery, sports traumatology, arthroscopy : official journal of the ESSKA, Jan. 2024, doi: 10.1002/ksa.12054.
[23] E. Hurley et al., “Arthroscopic Bankart Repair Versus Open Latarjet for Recurrent Shoulder Instability in Athletes,” Orthopaedic Journal of Sports Medicine, vol. 9, Sep. 2021, doi: 10.1177/23259671211023801.
[24] R. Griffith et al., “Return-to-Sport Criteria After Upper Extremity Surgery in Athletes—A Scoping Review, Part 1: Rotator Cuff and Shoulder Stabilization Procedures,” Orthopaedic Journal of Sports Medicine, vol. 9, Aug. 2021, doi: 10.1177/23259671211021827.
[25] M. D. Junior, A. J. Popchak, K. Wilson, G. Kane, and A. Lin, “Criteria based return to sport testing is associated with lower recurrence rates following arthroscopic Bankart repair.” Journal of shoulder and elbow surgery, Mar. 2021, doi: 10.1016/j.jse.2021.03.141.
[26] H. Myers, K. Wulff, C. Antonelli, S. Bokshan, S. Hendren, and B. C. Lau, “Objective Measures for Assessing Readiness to Return to Sport After Shoulder Instability Procedures Are Not Standardized: A Systematic Review,” Arthroscopy, Sports Medicine, and Rehabilitation, vol. 6, Jul. 2024, doi: 10.1016/j.asmr.2024.100978.
[27] N. B. Condron et al., “Nonoperative and Operative Soft-Tissue, Cartilage, and Bony Regeneration and Orthopaedic Biologics of the Shoulder: An Orthoregeneration Network (ON) Foundation Review.” Arthroscopy : the journal of arthroscopic & related surgery : official publication of the Arthroscopy Association of North America and the International Arthroscopy Association, Jul. 2021, doi: 10.1016/j.arthro.2021.06.033.
[28] T. H. Shehadeh, A. Abdeen, N. S. Lanham, and G. F. Updegrove, “Platelet rich plasma for treatment in the shoulder and elbow: a review of current literature,” JSES Reviews, Reports, and Techniques, vol. 5, pp. 931–939, Aug. 2025, doi: 10.1016/j.xrrt.2025.07.008.
[29] C. Rosso, M. Morrey, M. Schär, and K. Grezda, “The role of platelet-rich plasma in shoulder pathologies: a critical review of the literature,” EFORT Open Reviews, vol. 8, pp. 213–222, Apr. 2023, doi: 10.1530/EOR-22-0104.
[30] J. Carr and S. Rodeo, “The role of biologic agents in the management of common shoulder pathologies: current state and future directions.” Journal of shoulder and elbow surgery, Oct. 2019, doi: 10.1016/j.jse.2019.07.025.
[31] E. D. Haunschild, R. Gilat, M. C. Fu, N. B. Condron, and B. Cole, “Biologics in shoulder and elbow pathology,” JSES Reviews, Reports, and Techniques, vol. 1, pp. 1–6, Dec. 2020, doi: 10.1016/j.xrrt.2020.11.002.
Kapitel 24
Der Beitrag dient der allgemeinen medizinischen Information. Er ersetzt keine persönliche Untersuchung, individuelle Bildanalyse oder ärztliche Therapieentscheidung.

Meine persönliche Einordnung
Originalbilder, Untersuchung, Funktion, Verlauf und Ihr persönliches Alltags-, Berufs- oder Sportziel werden gemeinsam beurteilt.
Aktive Rehabilitation und Belastungssteuerung bilden bei vielen Schulterproblemen die Grundlage.
PRP, Hyaluronsäure, Stoßwelle oder weitere Verfahren können je nach Diagnose ein aktives Behandlungskonzept unterstützen.
Ein Eingriff wird erwogen, wenn eine konkret behandelbare Struktur die relevante Einschränkung erklärt.
Mitbringen: Original-MRT-, CT- oder Röntgendaten, radiologischen Befund, frühere Aufnahmen und Operationsberichte sowie eine kurze Übersicht der bisherigen Behandlung.
Schulterinstabilität beurteilenSprechstunde in München
Im Termin besprechen wir Rehabilitation, mögliche Zusatzbehandlungen und die Frage, ob ein Eingriff medizinisch sinnvoll ist.