PRP am Knie
PRP am Knie
PRP beziehungsweise ACP wird aus dem eigenen Blut gewonnen und kann bei ausgewählten Kniebeschwerden, besonders bei Arthrose oder bestimmten Sehnenproblemen, Schmerzen und Funktion positiv beeinflussen. Der Nutzen hängt von Diagnose, Gelenkzustand und begleitender aktiver Therapie ab.

Kurz eingeordnet
Das Wichtigste für Ihre Orientierung.
- Eigenblutpräparat passend zur Diagnose auswählen
- Arthrosegrad und mechanische Begleitprobleme berücksichtigen
- Injektion mit Bewegung und Kraftaufbau verbinden
- Behandlungsziel und Verlauf vorab konkret festlegen
Entscheidungshilfe
Vier Punkte vor der Entscheidung.
Ausgangslage, vorhandene Befunde, Behandlungsoptionen und der nächste Schritt gehören in das Gespräch.
- 01
Ausgangslage
Eigenblutpräparat passend zur Diagnose auswählen
- 02
Vorhandene Informationen
Arthrosegrad und mechanische Begleitprobleme berücksichtigen
- 03
Optionen
Injektion mit Bewegung und Kraftaufbau verbinden
- 04
Nächster Schritt
Behandlungsziel und Verlauf vorab konkret festlegen
Einsatzbereiche
Symptome und Belastbarkeit gezielt unterstützen.
Bei Kniearthrose wird PRP mit dem Ziel eingesetzt, Schmerzen zu reduzieren und die Gelenkfunktion zu verbessern. Auch bei ausgewählten Sehnenbeschwerden rund um das Knie kann eine Eigenblutbehandlung Teil des konservativen Plans sein.
Vorher wird geprüft, ob Instabilität, Fehlachse, Meniskusproblem oder ein umschriebener Knorpeldefekt die Beschwerden wesentlich prägen. Solche Faktoren können zusätzliche oder andere Maßnahmen erfordern.
Behandlungsplan
PRP sinnvoll in die Gelenktherapie einordnen.
Aufbereitung, Anzahl und Abstand der Anwendungen werden je nach Präparat und medizinischem Konzept festgelegt. Nach der Injektion wird Belastung kurzfristig angepasst und danach wieder aufgebaut.
PRP verspricht keinen neuen normalen Gelenkknorpel. Es kann bei passender Auswahl dennoch ein sinnvoller Baustein sein, um Beschwerden zu beeinflussen und aktive Behandlung besser umzusetzen.
Passende Indikation
Indikation, Nutzen und Alternativen.
Bei „PRP am Knie“ prüfe ich zunächst, welche Struktur die Beschwerden wahrscheinlich verursacht und welches Ergebnis realistisch angestrebt wird. Alter allein, ein einzelner MRT-Begriff oder die Bekanntheit eines Verfahrens reichen für diese Entscheidung nicht aus.
Bei einer ergänzenden Injektion wird besprochen, ob Schmerzlinderung oder eine andere Wirkung angestrebt wird. Für PRP und ACP unterscheiden sich die Studienergebnisse je nach Diagnose und Präparat. Die Behandlung ersetzt keine notwendige Stabilisierung oder Reparatur einer Verletzung.
Verlaufskontrolle
Vorher festlegen, woran ein sinnvoller Effekt erkennbar ist.
Vor der Behandlung sollten Ziel, begleitende Rehabilitation, mögliche Alternativen und der Zeitraum der Beurteilung besprochen werden. Je nach Verfahren zählen Schmerz, Beweglichkeit, Kraft, Belastungsverträglichkeit oder die Rückkehr zu einer bestimmten Aktivität.
Wenn der erwartete Fortschritt ausbleibt, wird nicht automatisch dasselbe wiederholt. Dann müssen Diagnose, Dosierung, mechanische Begleitfaktoren und weitere Therapieoptionen erneut geprüft werden.
Häufige Fragen
Antworten auf häufige Fragen.
Für wen kommt PRP bei Kniearthrose infrage?
Vor allem die Kombination aus Beschwerden, Arthrosestadium, Aktivitätsziel und bisherigen Maßnahmen ist entscheidend. Eine Untersuchung klärt, ob andere mechanische Ursachen vorrangig sind.
Baut PRP Knorpel im Knie wieder auf?
Eine verlässliche Wiederherstellung normalen Gelenkknorpels ist nicht belegt. Ziel der Behandlung sind vor allem weniger Beschwerden und bessere Funktion.
Autor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am
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