Sehnenfunktion
Schmerz, Kraft und einbeiniger Zehenstand zeigen, ob die Tibialis-posterior-Sehne funktionell relevant eingeschränkt ist.
Zweitmeinung Tibialis-posterior-Beschwerden
Eine Zweitmeinung bei Beschwerden der Tibialis-posterior-Sehne und PCFD betrachtet nicht nur die Sehne, sondern die belastete Fußform, Zehenstand, Rückfußkorrektur, belastete Röntgenbilder, MRT sowie konservative, biologische und operative Möglichkeiten.

Das Wichtigste in Kürze
Schmerz, Kraft und einbeiniger Zehenstand zeigen, ob die Tibialis-posterior-Sehne funktionell relevant eingeschränkt ist.
Rückfußvalgus, Vorfußabduktion, mediale Säule und Korrekturfähigkeit werden im Stand und unter Belastung beurteilt.
Belastete Röntgenbilder und bei Bedarf MRT oder WBCT beantworten unterschiedliche Fragen zu Sehne, Gelenken und Deformität.
Tendinopathie ohne Deformität, flexible PCFD und starre Gelenkbeteiligung verlangen unterschiedliche Behandlungsziele.
Entscheidungshilfe
Liegt eine isolierte Sehnenbeschwerde oder eine progressive Fußdeformität vor, und welche Strategie passt zum Stadium und zur belasteten Fußform?
Meine persönliche Einordnung
Bei der Tibialis-posterior-Sehne entscheide ich nie aus dem MRT allein. Entscheidend ist, wie der Fuß im Stand belastet wird, ob der Rückfuß flexibel korrigierbar ist und welche Funktion im einbeinigen Zehenstand erhalten bleibt.
Schmerz, Kraft und einbeiniger Zehenstand zeigen, ob die Tibialis-posterior-Sehne funktionell relevant eingeschränkt ist.
Rückfußvalgus, Vorfußabduktion, mediale Säule und Korrekturfähigkeit werden im Stand und unter Belastung beurteilt.
Belastete Röntgenbilder und bei Bedarf MRT oder WBCT beantworten unterschiedliche Fragen zu Sehne, Gelenken und Deformität.
Tendinopathie ohne Deformität, flexible PCFD und starre Gelenkbeteiligung verlangen unterschiedliche Behandlungsziele.
Behandlungswege
Passt eher, wenn: Die Deformität flexibel oder gering ausgeprägt ist und Sehne sowie Fußfunktion durch Rehabilitation, Einlage oder Orthese sinnvoll entlastet werden können.
Dann klären: Orthesenversorgung, Waden- und Tibialis-posterior-Kraft sowie alltagsnahen Belastungsaufbau abstimmen.
Passt eher, wenn: Eine umschriebene Sehnenproblematik trotz passender mechanischer Unterstützung die Funktion weiter begrenzt.
Dann klären: PRP beziehungsweise ACP oder weitere Optionen indikationsbezogen mit Orthese und aktiver Rehabilitation verbinden.
Passt eher, wenn: Eine relevante, fortschreitende oder starre Deformität und die Beschwerden zur vorgeschlagenen Korrektur passen.
Dann klären: Jede Deformitätskomponente, Gelenkerhalt, mögliche Osteotomien oder Fusionen und die Rehabilitation einzeln nachvollziehen.
Unterlagen
Arztgespräch
Indikation prüfen
Tendinopathie ohne Deformität, flexible Fehlstellung und starre Gelenkbeteiligung benötigen unterschiedliche Strategien. Orthesen, Einlagen, Rehabilitation und PRP beziehungsweise ACP können je nach Stadium sinnvoll sein; vor einer Operation muss feststehen, welche Deformitätskomponenten korrigiert werden sollen.
In der Zweitmeinung werden nicht nur die schriftliche Diagnose, sondern möglichst die Originalbilder, der klinische Befund, der bisherige Verlauf und die persönliche Belastungsanforderung zusammengeführt.
Behandlungswege
Eine Zweitmeinung soll keine bestimmte Methode verkaufen. Sie soll klären, ob die aktive Behandlung bereits passend ausgeschöpft wurde, ob PRP beziehungsweise ACP, Hyaluronsäure oder weitere indikationsbezogene Verfahren sinnvoll ergänzen können und welches konkrete strukturelle Ziel ein Eingriff hätte.
Wenn eine Operation plausibel ist, werden Alternativen, erwartbarer Nutzen, Risiken und die anschließende Rehabilitation verständlich verglichen.
Häufige Fragen
Besonders vor einer empfohlenen Operation, bei widersprüchlichen Befunden, unklarem Verlauf, mehreren möglichen Verfahren oder anhaltenden Beschwerden trotz geeigneter Behandlung.
Hilfreich sind Originalbilder, radiologische Befunde, frühere Arzt- und Operationsberichte sowie eine kurze Übersicht der bisherigen Therapie und ihrer Wirkung.
Ja. Konservative und biologische Optionen werden positiv, aber indikationsbezogen eingeordnet und mit aktivem Training, Aufwand, realistischem Ziel sowie möglichen operativen Alternativen verglichen.
PD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt · Privatdozent · SportorthopädeAutor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am
Nächster Schritt
Bringen Sie möglichst die Originalbilder, Befundberichte und die konkrete Empfehlung mit. Gemeinsam klären wir, welcher nächste Schritt zu Ihrem Befund und Ihrem Ziel passt.