Daniel Berthold behandelt Erkrankungen und Verletzungen an Schulter, Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk sowie sportorthopädische Fragestellungen.
Persönliche Schwerpunkte ansehenSPEZIALISTEN FÜR BANDSCHEIBENVORFALL IN MÜNCHEN
Ein Bandscheibenvorfall tritt häufig zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr auf. Dabei wölbt sich die Bandscheibe vor und kann auf die Nerven in der Wirbelsäule drücken. Dadurch entstehen mitunter starke Schmerzen und Empfindungsstörungen, die durch den bedrängten Nerv ausgelöst werden. In meiner Sprechstunde in München führen unsere Orthopäden eine umfassende Untersuchung durch – wir sind auf Wirbelsäulentherapien spezialisiert und sorgen für eine sichere Versorgung. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist eine Operation bei einem Bandscheibenvorfall unnötig.
INHALTSVERZEICHNIS:
- Funktion & Aufgabe der Bandscheiben
- Risikofaktoren eines Bandscheibenvorfalls
- Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?
- Bandscheibenvorfall in der HWS, BWS & LWS
- Typische Symptome
- Diagnose eines Bandscheibenvorfalls
- Konservative Therapien
- Operative Therapien
- Erfahrungsberichte
- Einem Bandscheibenvorfall vorbeugen
- Häufige Fragen zum Bandscheibenvorfall
Funktion & Aufgabe der Bandscheiben
Unsere Bandscheiben dienen als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln unserer Wirbelsäule. Sie tragen entscheidend zur Flexibilität unserer Wirbelsäule bei. Bandscheiben bestehen aus Knorpel, wobei das Innere aus einem dickflüssigen Gallertkern und das Äußere aus einem elastischen Faserring besteht.
Knorpelgewebe wie die Bandscheiben werden vom Körper nicht über Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt. Im Falle der Bandscheiben erfolgt die Versorgung über die Bewegung der Wirbelsäule. Bewegen wir diese, werden die Bandscheiben zusammengedrückt und saugen sich bei Entlastung – ähnlich einem Schwamm – wieder voll. Auf diese Weise wird die Bandscheibe mit Nährstoffen versorgt.
Risikofaktoren eines Bandscheibenvorfalls
Die Bandscheiben sind auf ausreichend Bewegung angewiesen, um lange Zeit erhalten zu bleiben. Bewegungsmangel ist darum eine der Hauptursachen für einen Bandscheibenvorfall. Es gibt jedoch zusätzlich andere Risikofaktoren:
- einseitige Haltung
- zunehmendes Alter
- Übergewicht
- schwache Rückenmuskulatur
- andere Wirbelsäulenerkrankungen
- schwere körperliche Arbeit
Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?
Die Bandscheiben sind auf ausreichend Bewegung angewiesen, um lange Zeit erhalten zu bleiben. Bewegungsmangel ist darum eine der Hauptursachen für einen Bandscheibenvorfall. Es gibt jedoch zusätzlich andere Risikofaktoren:
- einseitige Haltung
- zunehmendes Alter
- Übergewicht
- schwache Rückenmuskulatur
- andere Wirbelsäulenerkrankungen
- schwere körperliche Arbeit
Bandscheibenvorfall in HWS, BWS und LWS
Da unsere gesamte Wirbelsäule mit Bandscheiben ausgestattet ist, kann grundsätzlich sowohl in der Halswirbelsäule, als auch in der Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule ein Bandscheibenvorfall auftreten und in den Wirbelkanal austreten.
BANDSCHEIBENVORFALL IN DER LWS
Dabei ist jedoch die Lendenwirbelsäule mit 90 Prozent am häufigsten von einem Bandscheibenvorfall betroffen. Das liegt daran, dass auf diesen Bandscheiben der größte Druck lastet. Einer Vorwölbung bzw. einem Vorfall der Bandscheibe im Bereich der LWS geht meist ein langjähriger Verschleiß durch Fehl- oder Überlastung voraus. Die Symptome eines Bandscheibenvorfalls der LWS sind häufig gravierender, da der verstärkte Druck, der ohnehin auf der LWS lastet, dann auch die Nervenwurzeln verstärkt reizt. Zudem treten häufiger ausstrahlende Schmerzen auf – hier steht besonders der Ischiasnerv im Fokus.
BANDSCHEIBENVORFALL IN DER BWS
Der Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule ist sehr selten und sorgt in der Regel für nicht ausstrahlende Rückenschmerzen.
BANDSCHEIBENVORFALL IN DER HWS
Bei einem Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule treten häufig Lähmungserscheinungen auf, weil nicht nur die Nerven, sondern auch das Rückenmark von der Bandscheibe bedrängt werden. Hinzu kommen ausstrahlende Schmerzen in Richtung Schulter und Arm.
Gut zu wissen: Es gibt auch leichte Formen eines Bandscheibenvorfalls, die beschwerdefrei verlaufen und von unseren Spezialisten durch Zufall bei einer orthopädischen Untersuchung entdeckt werden.
Typische Symptome eines Bandscheibenvorfalls
Je nachdem, in welchem Abschnitt der Vorfall auftritt und wie groß dieser ist, machen Patienten hinsichtlich der Symptome unterschiedliche Erfahrungen. Typische Beschwerden sind:
- starke Rückenschmerzen
- verhärtete Muskulatur im betroffenen Abschnitt der Wirbelsäule
- Ausstrahlen der Schmerzen in das Bein und das Gesäß
- Empfindungsstörungen, Kribbeln, Taubheit
- Lähmungen, Gangstörungen
- neurologische Funktionsstörungen (Blasen- und Mastdarmentleerungsstörung)
Die Symptome in der Halswirbelsäule unterscheiden sich dabei geringfügig:
- starke Schmerzen im Nacken
- Schmerzen strahlen bis in den Arm bzw. die Hand aus
- Kribbeln und Taubheitsgefühle
- Lähmungen
- vorübergehendes Querschnittsyndrom, wenn das Rückenmark betroffen ist
Die Intensität der Beschwerden kann dabei von Patient zu Patient variieren. Wichtig ist, dass Sie bei anhaltenden Rückenschmerzen stets einen erfahrenen Orthopäden aufsuchen. In meiner Sprechstunde in München klären wir Ihre Beschwerden ab. Dabei achten wir als Spezialisten für Wirbelsäulenerkrankungen stets auf eine umfassende, möglichst nicht-operative Behandlung.
Diagnose eines Bandscheibenvorfalls Beim Spezialisten
In unserer Praxis in München arbeiten wir mit verschiedenen Methoden, um eine Diagnose zu erstellen. Die meisten Patienten stellen sich mit allgemeinen Schmerzen im Rücken vor bzw. mit Taubheitsgefühlen oder Lähmungen. Am Beginn steht immer das Anamnesegespräch. Dabei klären unsere Orthopäden ab, wie lange die Beschwerden bereits bestehen, wie und wann sie das erste Mal aufgetreten sind und in welcher Intensität sie vorliegen.
Im Rahmen einer körperlichen Untersuchung wird dann geprüft, ob Blockaden vorliegen und welche Bewegungen besonders unangenehm sind. Dabei gehen wir stets behutsam vor.
CT und MRT bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall
In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine CT- bzw. MRT-Untersuchung durchzuführen. Anhand der Aufnahmen können unsere Bandscheiben-Spezialisten erkennen, wie groß der Bandscheibenvorfall ist und inwieweit die Nervenwurzeln bzw. das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Gerade bei weiteren Erkrankungen der Wirbelsäule sind bildgebende Verfahren oftmals hilfreich.
Konservative Therapien bei einem Bandscheibenvorfall in München
Hilfe bei einem Bandscheibenvorfall in der HWS oder LWS bieten meist konservative Therapien. Je nach Beschwerden und Schwere des Bandscheibenvorfalls kommen dabei unterschiedliche Therapien zum Einsatz.
Zu diesen Therapien zählen:
- körperliche Schonung bei einem leichten Bandscheibenvorfall
- schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
- Krankengymnastik und physikalische Maßnahmen
- bei Bedarf eine Rumpfbandage
Wir arbeiten in meiner Sprechstunde in München mit Physiotherapeuten zusammen, um Ihnen eine ausgewogene Behandlung des Bandscheibenvorfalls zu bieten. Begleitende manuelle Therapien können zusätzliche Verspannungen im Bereich der HWS lösen und damit die Schmerzen lindern.
PERIRADIKULÄRE THERAPIE BEI BANDSCHEIBENVORFÄLLEN
Handelt es sich um hartnäckige Beschwerden, setzen wir in unserer Praxis in München die periradikuläre Therapie (PRT) ein. Diese wirbelsäulennahe Infiltrationen (auch epidurale Injektionen genannt) werden mithilfe bildgebender Verfahren durchgeführt. Im Rahmen der Behandlung führen unsere Ärzte vorsichtig eine Injektionsnadel bis zur Nervenwurzel und injizieren dort lokal ein schmerz- und entzündungshemmendes Medikament. Oft lassen sich mit diesen Behandlungen Bandscheibenvorfälle an HWS und LWS wirksam lindern.
PRP-THERAPIE BEI BANDSCHEIBEN-BESCHWERDEN
Eine weitere Möglichkeit ist plättchenreiches Plasma. Dieses wird aus dem Eigenblut des Patienten gewonnen und enthält Wachstumsfaktoren, die Entzündungen hemmen und die Genesung beschleunigen können. Diese Therapie gehört nicht zu den Standardverfahren in der Orthopädie, wird in meiner Sprechstunde in München jedoch erfolgreich eingesetzt.
Bei rund 90 Prozent der Patienten ist eine konservative Therapie ausreichend, um die Beschwerden zu lindern. Nach einiger Zeit können sie ihren Alltag wieder ganz normal bestreiten. Die Befürchtung, dass auf einen Bandscheibenvorfall zwangsläufig weitere Rückenprobleme folgen, ist häufig unbegründet. Eine Operation ist häufig nicht notwendig.
- Erfahrung in der Diagnostik und nicht-operativen Behandlung von Bandscheibenproblemen, Facettengelenkarthrose und ISG-Beschwerden
- Durchführung gezielter Infiltrationen wie Facetten-, ISG- und periradikulären Injektionen zur Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung
Operative Behandlung eines Bandscheibenvorfalls
Zeigen die konservativen Behandlungsmaßnahmen über mehrere Wochen keinen wirksamen Erfolg oder halten die Symptome an oder verschlimmern sich sogar, oder sind bereits Lähmungen vorhanden, dann ist eine operative Therapie angezeigt. Im Falle von Lähmungen führen wir die Bandscheiben-OP in unserer Praxis in München möglichst zeitnah durch.
Wann immer möglich operieren wir einen Bandscheibenvorfall minimalinvasiv und mikrochirurgisch bzw. endoskopisch. Hier sind nur kleine Hautschnitte notwendig. Über diesen werden die OP-Instrumente eingebracht. Anschließend wird der ausgetretene Anteil der Bandscheibe vorsichtig entfernt. So werden die umliegenden Strukturen nicht mehr bedrängt und die Schmerzen klingen ab. Die Bandscheibe bleibt dabei stabil und kann ihre Aufgabe als Puffer weiterhin erfüllen.
Sollte ein umfassender Bandscheibenvorfall vorliegen, ist die Bandscheibe bereits stark verschlissen, setzen unsere Spezialisten in München auch eine Bandscheibenprothese ein. Diese übernimmt dann die dämpfende Funktion der ursprünglichen Bandscheibe.
Gut zu wissen: Eine Versteifung von Wirbelkörper ist mittlerweile nur noch in seltenen Fällen notwendig.
Erfahrungsberichte zur Bandscheibenvorfall-Behandlung in unserer Praxis
Bilder aus der Patientenakte
Erfahrungsberichte unserer Patienten
aus der Praxis
Ein Patient kann mit Schmerzen im Rücken und ausstrahlenden Schmerzen und Pelzigkeit im linken Unterschenkel und Fuß in die Praxis.
Ein Patient kam mit Schmerzen im Rücken und ausstrahlenden Schmerzen und Pelzigkeit im linken Unterschenkel und Fuß in die Praxis. Die Schmerzen im Bein waren schlimmer als die Schmerzen im Rücken. Die Schmerzen sind vor ein paar Tagen nach dem Heben eines schweren Gegenstandes aufgetreten. Bei der Untersuchung zeigten sich eine Pelzigkeit im Unterschenkel und Fuß und der Ischiasdehnungstest (sog. Laségue-Test) positiv.Eine Schwächung der Muskulatur im Sinne einer Lähmung war noch nicht vorhanden. Es war der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall gegeben.Es wurde eine MRT-Untersuchung veranlasst, bei der sich der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall an der unteren LWS bestätigte. Der Vorfall war sehr groß, lag aber zum Glück nicht zu weit seitlich, so dass der Nerv nur teilweise eingeengt wurde.Mit dem Patienten wurde sowohl ein konservatives Vorgehen als auch eine Operation besprochen. Der Patient wünschte zunächst ein konservatives Vorgehen. Es wurde eine Therapie mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten (Ibuprofen, Diclofenac), mehrfachen Injektionen (PRT und caudale Injektion), Rumpfbandage und Physiotherapie begonnen. Der Patient wurde darauf hingewiesen, sich bei einer Verschlechterung der Symptomatik sofort wieder vorzustellen.Nach der ersten Injektion mit Cortison und Lokalanästhetikum an die Nervenwurzel und in den Wirbelkanal bildete sich die Schmerzsymptomatik und auch die Pelzigkeit im Bein langsam zurück. Nach weiteren Injektionen und Fortführung der Medikamentengabe mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln erfolgte die Fortsetzung der Physiotherapie. Im Verlauf der folgenden Wochen bildeten sich die Pelzigkeit als auch die Schmerzsymptomatik im Bein komplett zurück und der Patient konnte seiner normalen Alltagstätigkeit wieder nachgehen. Die Physiotherapie wurde noch weiter fortgeführt.Inzwischen kann der Patient wieder allen Sport- und Alltagstätigkeiten nachgehen.
Einem Bandscheibenvorfall vorbeugen
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, um einem Bandscheibenvorfall vorzubeugen. Hierzu zählen unter anderem:
- ausreichend Bewegung
- gezielte Stärkung der Rückenmuskulatur
- Abbau von Übergewicht
- Arbeitsplatz & Alltag auf Rückenfreundlichkeit überprüfen
FAQ rund um den Bandscheibenvorfall
WIE GEFÄHRLICH IST EIN BANDSCHEIBENVORFALL AN HWS UND LWS?
Die meisten Bandscheibenvorfälle sind harmlos und gut behandelbar. In sehr seltenen Fällen werden Nerven am Rückenmark geschädigt. Gangunsicherheit, Taubheit und Schwäche sind typische Anzeichen. Lassen Sie derartige Symptome auf jeden Fall ärztlich abklären. Das gilt auch für Inkontinenz und Taubheit an der Oberschenkelinnenseite. Sie können auf das seltene Cauda-equita-Syndrom hinweisen. Die Nervenschädigung muss sofort behandelt werden.
WELCHE SPORTARTEN SIND TROTZ BANDSCHEIBENVORFALL ERLAUBT?
Bewegung tut dem Rücken grundsätzlich gut, aber auf bestimmte Sportarten sollten Sie verzichten. Vermeiden Sie Stoßbelastungen und starke Rotationen der Wirbelsäule, die zum Beispiel beim Laufen oder beim Tennis entstehen. Auch Kraftübungen mit rundem Rücken wie Sit-ups sind wenig förderlich. Stattdessen können Sie Schwimmen, Aqua-Fitness machen oder Radfahren.
WIE LANGE IST MAN MIT BANDSCHEIBENVORFALL KRANKGESCHRIEBEN?
Das hängt von Ihrem Beruf, Ihren Symptomen und der jeweiligen Therapie ab. Gehen Sie einer körperlich anspruchsvollen Arbeit nach, können Sie für 4 bis 6 Wochen krankgeschrieben werden.
WANN ERHOLT SICH DER NERV NACH DER OPERATION?
Die meisten Patienten haben direkt nach der Operation deutlich weniger Schmerzen, da der Druck auf die Nerven verschwunden ist. Gefühlsstörungen oder Lähmungen können aber noch mehrere Wochen anhalten, da der betroffene Nerv seine ursprünglichen Funktionen erst mit der Zeit wieder aufnimmt.
WIE VIEL KOSTET EINE BANDSCHEIBENOPERATION?
Privatpatienten, die die Kosten vorab begleichen müssen und dann erstattet bekommen, können mit einem vierstelligen Betrag rechnen. Gesetzlich versicherte Patienten können sich als Selbstzahler operieren lassen. Eine Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ist bei uns nicht möglich.
WIE LANGE DAUERT DIE HEILUNG EINES BANDSCHEIBENVORFALLS OHNE OPERATION?
Meist heilt der konservativ behandelte Bandscheibenvorfall innerhalb von 6-12 Wochen aus.






