Daniel Berthold behandelt Erkrankungen und Verletzungen an Schulter, Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk sowie sportorthopädische Fragestellungen.
Persönliche Schwerpunkte ansehenSPONDYLODISZITIS
Unter dem Begriff der Spondylodiszitis versteht man eine Infekt bedingte Entzündung der Bandscheibe und der unmittelbar benachbarten Wirbelkörper. Die Diagnose der Spondylodiszitis wird zumeist verspätet gestellt, so dass zu diesem Zeitpunkt durch die mehr oder minder ausgeprägte Zerstörung von Knochen- und Bandscheibengewebe bereits eine resultierende Fehlstellung und/oder Instabilität eingetreten sein kann. Diese Erkrankung kann schwere Krankheitssymptome verursachen und vital bedrohlich werden. Prinzipiell können Patienten aller Altersgruppen erkranken, am häufigsten tritt die Spondylodiszitis jedoch im 5. bis 7. Lebensjahrzehnt auf.
Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie mit Ausheilung der Spondylodiszitis ist die Ruhigstellung des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts und die antibiotische Therapie. Das kann durchaus auch unter konservativen Bedingungen gelingen.
Je nach Ausmaß der Erkrankung ist aber eine operative Therapie erforderlich. Eine Operation wird vor allem dann nötig, wenn eine antibiotische Therapie nicht zur Beschwerdebesserung führt oder neurologische Ausfallerscheinungen auftreten. Das Bandscheibengewebe wird operativ entfernt, die benachbarten Wirbelkörper miteinander verblockt, um jede Bewegung in dem betroffenen Segment zu unterbinden.
- Erfahrung in der Diagnostik und nicht-operativen Behandlung von Bandscheibenproblemen, Facettengelenkarthrose und ISG-Beschwerden
- Durchführung gezielter Infiltrationen wie Facetten-, ISG- und periradikulären Injektionen zur Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung
Ursachen
Zumeist handelt es sich um bakterielle Erreger, die diese Wirbelsäuleninfektion verursachen, aber auch Viren, Pilze und andere Parasiten können mögliche Erreger sein. Einerseits kann eine wirbelkörperferne Infektion durch Streuung über die Blutbahn eine Absiedlung der Erreger an Bandscheiben und Wirbelkörper verursachen. Andererseits kommen auch zurück liegende wirbelsäulennahe Infiltrationen oder Operationen als potentielle Ursachen in Frage.
Symptome
Im Vordergrund stehen zunächst unspezifische Rückenschmerzen, die in Stärke und Ausbreitung denen entsprechen, welche durch Verschleiß bedingte Veränderungen der Wirbelsäule ebenso verursacht werden können. Schmerzen treten vor allem nachts oder bei Belastung auf und sind manchmal begleitet von Nachtschweiß, Fieber oder Gewichtsabnahme. Sehr charakteristisch ist ein starker Klopf- und Druckschmerz der betroffenen Wirbel.





